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Haan: Wahlparty fällt wohl ins Wasser

Haan : Wahlparty fällt wohl ins Wasser

Ordnungsamtsleiter Michael Rennert redete nicht um den heißen Brei herum: Die gewohnte Wahlparty im Ratssaal werde bei der Kommunalwahl am 13. September vermutlich nicht stattfinden, ließ er die Mitglieder und Besucher des Wahlausschusses in der Sitzung am Mittwochabend wissen.

Corona mache der guten Tradition hier vermutlich einen Strich durch die Rechnung: „Wir müssten die Teilnehmerzahl begrenzen, Mundschutz-Masken vorschreiben und dürften auch nicht wie sonst üblich Schnittchen oder Erfrischungen servieren“, ließ Rennert wissen.

Wer die Party besucht hätte, hätte aber auch ein gewaltiges Maß an Geduld benötigt. Zumindest erfuhren die Besucher des Ausschusses, dass am Wahlabend zunächst die Ergebnisse der Landratswahl ausgezählt werden, dann die des Kreistages, und erst dann die der Kommunal- und Bürgermeisterwahl.

Es bleibt bei den drei Bürgermeisterkandidaten Dr. Bettina Warnecke (CDU/FDP), Bernd Stracke (SPD) und Meike Lukat (WLH). An der Wahl des Stadtrats nehmen CDU, SPD, WLH, GAL, FDP, AfD, Die Linke sowie die „Bürger für Haan – Bürger Union“ teil, wobei die Linke gerade einmal fünf Wahlkreise mit Direktkandidaten besetzen konnte: „Die Partei hatte große Schwierigkeiten, eine Aufstellungsversammlung durchzuführen“, erläuterte Rennert. Nachdem es in Haan und Hochdahl nicht geklappt habe, sei die Linke schließlich nach Velbert ausgewichen.

Außerdem musste die Stadt einer anonym eingereichten Anzeige nachgehen, derzufolge eine der aufgestellten Ratspersonen ihren Wohnsitz nicht – wie gesetzlich vorgeschrieben – in Haan habe, sondern in einer anderen Stadt. Man habe den Vorwurf überprüft, aber kein Fehlverhalten feststellen können, erklärte der Ordnungsamts- Chef.