Haan: Stadt will Wochenmarkt optimieren

Zukunftskonzept : Stadt will Wochenmarkt optimieren

Um den Markt für die Zukunft zu stärken, soll im ersten Halbjahr 2020 ein Maßnahmenpaket erarbeitet werden.

Das Thema „Attraktivität des Wochenmarktes“ beschäftigt derzeit die Verwaltung. Daher hat die Gartenstadt Haan die CIMA Beratung + Management GmbH mit der Erstellung eines Gutachtens zum Haaner Wochenmarkt beauftragt.  Wochenmärkte leisten nicht nur einen Beitrag zur Nahversorgung, sondern  tragen auch grundsätzlich zu einer wirtschaftlichen Belebung des Umfelds und Attraktivität einer Stadt bei. In vielen Städten haben die klassischen Wochenmärkte jedoch zunehmend Schwierigkeiten in Bezug auf die Besucherfrequenz. Daher sind neue Ideen und Konzepte gefordert. „Ziel ist es deshalb, den Wochenmarkt in Haan zu stärken und auf zukünftige Gegebenheiten auszurichten“, erklärte der Leiter des Ordnungsamtes, Michael Rennert.

 Durch das externe Gutachten soll zunächst eine Bestandsaufnahme durchgeführt werden, auch die Zufriedenheit der Besucher und ihre Erwartungen an den Markt werden erfasst. Anhand der gesammelten Erkenntnisse soll ein Zukunftskonzept entwickelt werden, das die Besucher anspricht und die Aufenthaltsqualität auf dem Markt steigert.

Jeden Mittwoch und Samstag von 7 bis 14 Uhr bieten die Händler ihre Waren in der Fußgängerzone Neuer Markt an.  Die Anzahl der Marktbeschicker ist  an beiden Tagen in etwa gleich. Zum Stamm gehören rund 15 Anbieter, die von weiteren fünf bis zehn wechselnden Händlern ergänzt werden. Über die vergangenen zwei Jahre ist die Zahl der Händler somit durchschnittlich bei etwa 25 geblieben. Früher waren es sogar mehr als 40. Konstant sind auch die Gebühren geblieben:  Je Quadratmeter und Markttag fallen 50 Cent (bis Juni 2016 noch 41 Cent), aber mindestens sieben Euro an.

Um mit dem Zukunftskonzept einen positiven Effekt für die gesamte Innenstadt zu erzielen, ist es laut Stadt wichtig, die Synergien zwischen dem Einzelhandel, der Gastronomie und dem Wochenmarkt zu fördern. Dazu führt das Planungsbüro CIMA aktuell eine Bestandsaufnahme durch. Dabei wird nicht nur der Haaner Wochenmarkt besichtigt, dabei werden Marktbeschicker, Besucher sowie die örtlichen Einzelhändler und Gastronomen befragt.

„Bezüglich der Ergebnisse sind wir gespannt, was in diesem Prozess gemeinsam herausgearbeitet und speziell für Haan als geeignete Maßnahmen beschrieben wird“, erklärte dazu Bürgermeisterin Bettina Warnecke. Denn in dem Gutachten sollen ganz unterschiedliche Aspekte betrachtet werden:  Lässt sich der Aufbau des Wochenmarktes optimieren? Sind die Qualität und das Angebot der Waren sowie die Infrastruktur ausreichend? Wie lassen sich neue Markthändler mit attraktiven Angeboten gewinnen? Lädt die Marktatmosphäre zum Verweilen ein, und zieht der Außenauftritt weitere Besucher an? Wie können organisatorische Punkte optimiert werden, sodass die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure reibungslos funktioniert? Gibt es spezielle Veranstaltungsformate, die integriert werden könnten?

Bis erste Maßnahmen zur Attraktivierung umgesetzt werden, kann aber noch einige Zeit vergehen. Anhand der Ergebnisse des Gutachtens soll laut Verwaltung im im ersten Halbjahr 2020 ein Maßnahmenpaket erarbeitet werden. Bevor es dann aber an die Ausführung geht, werden zunächst die Ratsgremien beteiligt.

(isf)
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