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Haan: Drei JuPa-Chefs und dutzende Ideen

Haan : Drei JuPa-Chefs und dutzende Ideen

Der neugewählte Vorstand des Haaner Jugendparlaments möchte die gute Arbeit seiner Vorgänger fortsetzen, aber auch eigene Schwerpunkte setzen.

Gemeinsam haben alle drei, dass sie in der Schülervertretung ihrer Schulen aktiv sind und wissen, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und Sprachrohr für eine große Gruppe zu sein. Diesen Erfahrungsschatz wollen sie auch als neuer Vorstand des Haaner Jugendparlamentes nutzen und einsetzen.

Henrik Giebels (15) ist der neue Vorsitzende des Jugendparlamentes der Stadt und saß bereits im Vorgängergremium. An seiner „Penne“, der Gesamtschule Haan, arbeitet er seit zwei Jahren in der Schülervertretung (SV) mit und engagiert sich als solcher schon länger für eine neue Mensa an seiner Schule. Er kennt sowohl die Arbeit auf lokalpolitischer Ebene als auch innerhalb der Schule. Im JuPa, sagt er, sind nach zwei Jahren noch Themen offengeblieben, an denen er gerne weiterarbeiten will. „Ich möchte auch für mehr Mitspracherecht der Jugendlichen kämpfen. Wenn Haan sich schon kinderfreundliche Kommune nennt, sollten wir uns auch an mehr Entscheidungen beteiligen können.“

Henrik Giebels bemängelt beispielsweise, dass das Jugendparlament beim Thema der Mensa der Gesamtschule erst sehr spät befragt wurde. „Dabei hat sich das JuPa sehr früh schon für eine Frischküche ausgesprochen.“

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Natürlich will er sich aber als Vorsitzender des Jugendparlaments nicht nur um die Belange seiner eigenen Schule kümmern. Auch das Bachtal oder die Skateanlage sind ihm ein Anliegen. „Im Jugendparlament haben wir uns an den Plänen zum Bachtal beteiligt. Jetzt scheint das Budget nicht mehr auszureichen. Alles ist teurer geworden. Nun müssen wir schauen, dass es trotz Streichungen ein schöner Platz für die Kinder und Jugendlichen unserer Stadt wird.“

Auch der Skaterpark, für den sich das Vorgängergremium starkmachte, sei ein Projekt, das Giebels gerne zugunsten der Skater in der Stadt zu Ende führen würde.

Emilia Zambon (15) und Lisa Kobiella (17) sind gänzlich neu im Jugendparlament, doch auch sie bringen wertvolle Erfahrungen mit, die sie als neue Vorstandsmitglieder des jungpolitischen Gremiums einsetzen wollen. Zambon ist Schwester der scheidenden Jungparlamentarierin Roxy Zambon. Auch sie war Mitglied des JuPa-Vorstandes und dirigierte neben dem Vorsitzenden Dominic Budych die Geschicke der politischen Jungvertreter. Von ihr habe Emilia Zambon viele Einblicke in die Arbeit erhalten. Sie selbst besucht die Freie Waldorfschule in Gruiten und ist dort ebenfalls in der SV aktiv. „Ich war schon immer politisch interessiert und durch Roxy habe ich auch die Arbeit des JuPas aus der Nähe verfolgt, sodass ich nach meiner Wahl versuchen wollte, in den Vorstand zu kommen.“ Sie selbst sagt, dass sie im Gremium für frischen Wind sorgen möchte und der Jugend eine Stimme verleihen will. Einsetzen möchte sie sich für ein breites Sportangebot, für ein gutes ÖPNV-Netz und vorrangig dafür, dass die Gartenstadt Haan jugendfreundlicher wird. „Wir brauchen schöne Orte, wo wir uns in Ruhe treffen können.“

Lisa Kobiella ist Schülerin des Haaner Gymnasiums und noch gar nicht so lange politisch interessiert, gesteht sie. Doch durch die Arbeit in der SV habe sie sprichwörtlich Blut geleckt und zahlreiche Baustellen erkannt, an denen sie mitwirken will. „Freizeit in Haan ist mir besonders wichtig, aber auch das Thema Sicherheit.“ Die 17-Jährige wünscht sich mehr Straßenbeleuchtung, vor allem auf Schulwegen und eine Geschwindigkeitsreduzierung.

Dass sie in den kommenden zwei Jahren eine gute Arbeit während ihrer Legislaturperiode abliefern werden, davon sind sie überzeugt. Sie blicken optimistisch auf ihre Amtszeit. „Wir haben uns auf einem Seminar alle etwas besser kennengelernt und viele Themen gesammelt, mit denen wir uns beschäftigen wollen“, verrät Giebels. Die Zusammensetzung gefalle auch Zambon und Kobiella sehr gut. „Wir sind eine sehr schöne Truppe, das wird schon sehr gut klappen.“