Erlebnisdorf und Weihnachtsmarkt im Bürgersaal locken nach Gruiten

Weihnachtsmärkte in Gruiten-Dorf : Doppelter Weihnachtsgruß aus Gruiten

Die Weihnachtsmärkte im Bürgersaal und auf der Pastor-Vömel-Straße ergänzten sich prima und stimmten auf die Adventszeit ein.

  An allen Ecken herrschte am Wochenende in Gruiten adventliche Stimmung. Den Bürgersaal und drumherum hatten die Gruitener Bürger so traumhaft schön geschmückt, dass es dem Besucher beim Betreten fast den Atem verschlug. Und das Weihnachtsdorf in Gruiten-Dorf an der Pastor-Vömel Straße, in dessen Holzhäuser Künstler, Köche und Kreative aus dem ganzen Land werkelten, ergänzte alle Weihnachtsmarkt-Wünsche.

„Wir ergänzen uns prima“, sagte Bürgersaal-Aktiver Jens Lemke. Er selbst bezeichnete sich am Wochenende als „Hausmeister“. Der Doppelpack-Weihnachtsmarkt komme gut an und die Leute seien zufrieden, fügte Lemke hinzu. Und weil er jeden Gruitener kennt, sagte er noch: „Ich habe schon viele fremde Gesichter gesehen“.

Jürgen Kloft, der Organisator des Weihnachtsdorfes, fügte hinzu, dass alle Beteiligten die gemeinsame Aktion als eine tolle Sache werteten. Vereine und Aussteller haben sich an einen Tisch gesetzt und das Konzept gemeinsam erarbeitet. Und weil alle zufrieden sind, wird dieser zweifache Weihnachtsmarkt auch im nächsten Jahr fortgesetzt. Dann soll noch mehr in die adventliche Dekoration rund um die Holzhäuser investiert werden.

Die Aussteller aus nah und fern jedenfalls waren gerne bereit, von ihren handwerklichen Arbeiten zu berichten. So manches Fachgespräch wurde geführt. Der Düsseldorfer Ölfachmann Michael Karlos wusste zum Beispiel Interessantes über seine Öle – von Aprikosen bis Walnuss – zu erzählen. Zuhause in Derendorf presst er alle selbst. 145 Saaten können für Speiseöl verwertet werden, erzählte er.

Andreja Daniels-Werle aus Jüchen berichtete enthusiastisch von ihren roten Pfirsichen aus dem eigenen Garten, die sie zu Fruchaufstrichen verarbeitet. Auch der Drechsler W. Friedrichs aus Leverkusen war wieder mit seinen Krippen vor Ort. „Leider habe ich bisher noch keine Krippe verkauft“, sagte der alte Herr am Samstagabend. 54 Figuren haben seine „Paradekrippen“, die über zwei Meter lang sind. „Kalt ist es“, befand er und setzte seinen Fußbodenstrahler in  Gang. Schließlich war er vorigen Woche noch krank. Seine nächste Station ist Heiligenstadt in Thüringen.

Drinnen im Bürgerhaus hinter der Düssel war es zur gleichen Zeit kuschelig warm. Der Gruitener Schreiner Simon hatte die Holzhäuser für die Aussteller liebevoll gezimmert. Dabei richtete er sich immer nach deren Wünschen.

Die Künstlerin Monika Morwind hatte sich für ein kleines Häuschen für ihre Bilder entschieden. Denn an diesem Wochenende zeigte sie nur kleinformatige Bilder. Heike Lambertz jedoch zeigte ihre beeindruckend großen Frauenportraits. Die passten in kein Holzhaus. In ihrer Ecke war dann aber ausreichend Platz für malinteressierte Kinder. Der Gruitener Weltladen war genauso vertreten wie der Bauerhof „Gut zur Linden“.

Und Josef Ahrweiler, der Gruitener, verkaufte unter anderem CDs mit heimatlichen Klängen zur Entspannung. „Morgens um 5 bin ich an die Düssel gegangen und habe Vogelstimmen und Bachgeplätscher aufgenommen“, sagte er den Besuchern.

Weihnachtsdorf Gruiten: (vorne v.l) Jaqueline Kloft, Jürgen Kloft (Veranstalter) und Karl-Heinz Loritz wappneten sich mit Glühwein gegen die knackige Kälte. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Draußen vor der Tür sorgte das Wiedenhof-Team für Appetit auf Grünkohl oder Reibekuchen und das Team des Bürgersaal-Trägervereins servierte den obligatorischen Glühwein. Man sei den Nachbarn – katholische Kirchengemeinde und Wiedenhof – sehr dankbar, dass sie bereit waren, den Bürgerhaus-Adventsmarkt zu unterstützen, lobten die Vereins-Aktiven am Ende übereinstimmend.