Haan: Ein Schulzentrum - sechs Leiter

Haan: Ein Schulzentrum - sechs Leiter

Seit dem Schuljahresbeginn arbeiten drei Schulen unter dem Dach des Zentrums Walder Straße 15 - die neue städtische Gesamtschule, die Emil-Barth-Realschule und die ebenfalls auslaufende Hauptschule Zum Diek. Gestern stellten sich die Schulleiter gemeinsam vor.

Im Hinblick auf die sukzessive Auflösung der Haupt- und der Realschule ruhte der Blick dieser Zusammenkunft nicht nur auf den Aufgaben für die neue Gesamtschule, sondern vor allem auf der Kooperation der insgesamt sechs Leitungskräfte. Barbara van der Wielen, Leiterin der Gesamtschule, sieht derzeit keine Probleme und betonte eine "hervorragende Zusammenarbeit mit den Kollegen". Ihr Stellvertreter, Christian Hoffmann, nickte bestätigend. Zugleich zeigte Rolf Schlierkamp, neuer Schulleiter der Hauptschule, Herausforderungen auf. "Alle Seiten, Schule und Stadt, müssen klar machen, dass die Schüler genauso gefördert werden, wie auf jeder anderen Schule" und auch der fächerspezifische Bedarf müsse trotz der Auflösung erhalten bleiben.

Schlierkamp spricht aus Erfahrung, denn bis zum Auslaufen der letzten 10. Klasse der Katholischen Hauptschule Felix-Metzmacher in Langenfeld bleibt er dort zusätzlich verantwortlich. Zudem ist er Geschäftsführer des Vereins "interaktiv", der an vielen Schulen im Großraum für die Organisation des Ganztags verantwortlich ist. Sein Stellvertreter ist Daniel Bisdorf, bisher Lehrer an der Hauptschule. Er schaue mit "Motivation und Freude" auf diesen beruflichen nächsten Schritt und freute sich auf die Kooperation mit der Gesamtschule.

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"Wir haben eine gemeinsame Schwimm- und eine gemeinsame Reit-AG, die wir mit unseren wenigen Kindern nicht mehr hätten aufbauen können." Eine "Win-Win-Situation", sagte Bisdorf. Ruth Stäudtner und Martina Wirtz bilden das Team, das die Emil-Barth-Realschule die letzten fünf Jahre lang begleiten wird. Wobei Stäudtner als stellvertretende und Wirtz als zweite stellvertretende Schulleiterin fungiert, da die Stelle der Schulleitung nicht mehr neu besetzt wird.

Für die Startphase der Gesamtschule, die im Ganztagsbetrieb läuft, sah sich van der Wielen bestens aufgestellt. Am 7. Oktober präsentieren die Schüler bei einem kleinen Schulfest bereits ein erstes, fächerübergreifendes Unterrichtsprojekt, einen engagierten Förderverein gebe es auch bereits. Das pädagogische Konzept der neuen Gesamtschule als gebundene Ganztagsschule, in der die regelmäßige Teilnahme an den Ganztagsangeboten an mindestens drei Unterrichtstagen verpflichtend ist, ruhe auf den drei Säulen Lernen, Freizeit und Fördern, erklärte van der Wielen. Bewährte Konzepte der Haupt- und Realschule - Berufsorientierung und Berufsvorbereitung, sowie die Kooperation mit Firmen - sollen übernommen werden.

(RP)
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