Don-Bosco-Schüler zeigen „Jim Knopfs“ spanndende Abenteuer

Haan : Don-Bosco-Schüler zeigen „Jim Knopfs“ Abenteuer

Der Auftritt ist der krönende Abschluss einer Theater-Projekt-Woche des Kölner Spielecircus’.

    „Professionalität“ als Schauspieler bescheinigte Annegret Buchart, Leiterin der katholischen Don-Bosco-Grundschule, all ihren 213 Schülern. Tatsächlich durften die Kinder der ersten bis vierten Klassen an der Theater-Projekt-Woche des Kölner Spielecircus teilnehmen. „In zwölf Jahren war es das dritte Mal, dass wir den Zirkus nach Haan bestellten“, erinnert sich  Buchart. Vor vier Jahren gab es „Ronja Räubertochter“. Und immer sei es eine große Freude gewesen, nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Lehrer und die engagierten Eltern. „Jim Knopf – Auf nach Lummerland“ hieß das Theaterstück in diesem Jahr.

Der Klassiker der Kinderliteratur von Michael Ende wurde den Kindern in einer liebenswerten, abwechslungsreichen und auch humorvollen Weise nahe gebracht. Sie durften tanzen, jonglieren, schauspielern und sogar mit Feuer hantieren. Und mit dem Wagemut von Jim Knopf und Lokomotivführer Lukas ist das Stück auch Anregung zu mutiger Selbstverantwortung.  Das Beeindruckendste aber war die Ernsthaftigkeit, mit der die Mädchen und Jungen ihre Rollen verkörperten. Frau Malzahn, die Hexe, war richtig böse. Die Schnellflocken, die Piraten, die Drachenwächter, die Feuertänzer, die Nixen waren anmutig, böse oder kess. Die zauberhaften und fantasievollen Kostüme machten die Aufführung zu einem Erlebnis - für Eltern, Geschwister, Großeltern. Ediz Can Kaya (10) aus der vierten Klasse durfte Pirat sein. Mächtig stolz verfolgten die Eltern seine wilden Tänze.

Nur alle vier Jahre kann sich die Schule solch eine Theater-Projekt-Woche leisten. Sie kostet etwas mehr als 5000 Euro. Finanziert wird das Ganze mit Hilfe des Schulfördervereins und des Eintrittsgeldes von 2,50 Euro für zwei Vorstellungen. Die Stadt-Sparkasse Haan hat das Theaterprojekt aus dem PS-Zweckerträge finanziell unterstützt. Besonderheit in diesem Jahr: Nach Hochdahl in das Pädagogische Zentrum an der Rankestraße mussten die Haaner mangels geeigneter Aula ausweichen.

Wirklich sehr angetan von der Mitarbeit der Lehrer, Eltern und Kinder war Herbert Hastens vom Kölner Spielecirkus, der das Projekt begleitete. Er war Regisseur, Dramaturg und auch routinierter Erzähler während der Vorstellungen. Sehr beliebt ist der Kölner Spielecirkus, auf viele Monate im Voraus ausgebucht. Mit von der Partie als schauspielernder „Nilpferd-Drache“ und Feuerspeier war Sebas Inaty, der das Publikum temperamentvoll zum Mitmachen animierte.

Um den Kindern das richtige Theatergefühl zu vermitteln, haben die Don-Bosco-Lehrer und einige Eltern das Theaterstück selbst erst einmal einstudiert und es den Kindern dann vorgeführt. An den folgenden zwei Tagen durften die Kinder dann das Stück bis zur Generalprobe einstudieren. Wirklich toll geklappt haben die beiden Aufführungen. Stolz auf den Erfolg waren alle Beteiligten.

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