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Haan: Das Sand-Vergnügen ist gestartet

Haan : Das Sand-Vergnügen ist gestartet

Am ersten Haaner-Sommer-Wochenende war das Wetter recht feucht: Trotzdem herrschte am Strand im Häusermeer gute Stimmung.

Endlich ist es soweit - mit Hallo, Begeisterung und viel Musik wurde am Wochenende der Haaner Sommer offiziell eröffnet. Wenn auch der Regen sicherlich viele potenzielle Besucher bewogen hatte, daheim im Trockenen zu bleiben. Pünktlich am Samstag um 17 Uhr gab Stellvertretender Bürgermeister Klaus Mentrop das siebenwöchige Mammutereignis auf dem Neuen Markt in Haan frei. Erstmalig als Programmpunkt im Rheinischen Kultursommer soll der "Haaner Sommer im HäuserMeer" während der Sommerferien auch Menschen von außerhalb anlocken.

Mentrop würdigte bei seiner Begrüßung stellvertretend zwei Menschen, ohne die im Haaner Sommer nichts geht. Zum einen sei das Irina Steinjans, Vorstandsmitglied des "Haaner Sommer"-Vereins, und zum anderen Mohamed Mouzouri, Schülerchef des Baywatchteams; immer präsent, immer verantwortlich.

Zur Eröffnung im geräumigen Festzelt spielte Cufurelli, eine ehemalige Lehrer-Schüler-Band des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Hilden. Allan Harley, einst Englisch-Lehrer am Bonni, führte durchs Jazz- Programm und sang "I got you under my skin" und andere Welthits mit so viel Timbre und Professionalität, dass vom Ha-So-Publikum erste Begeisterungsstürme entfacht wurden.

Und das sollte für den Rest des Nachmittags und Abends anhalten. Im anschließenden ökumenischen Gottesdienst sang der Gospelchor Taktvolk rhythmische und mitreißende Lieder und schien von der Zelt-Atmosphäre inspiriert. Denn das weiße Veranstaltungszelt war zum erstenmal "rappelvoll" und auch Pfarrer Christian Dörr genoss die Gemeinschaft. Die katholische Gemeinde habe ihren ökumenischen Geist gesandt, meinte der evangelische Pfarrer. Die Gottesdienst-Besucher waren begeistert von der Gospelmusik und die Sänger blieben zum nächsten Programmpunkt einfach im Zelt.

Denn um 20 Uhr spielte die Formation "Senjam" Reggae vom Feinsten. Die zehnköpfige Band fühlte sich gleich wieder zu Hause bei den Haanern, denn es wurde ausgiebig geschwoft. Schon mehrmals vorher waren die Senegalesen in früheren Jahren beim Haaner Sommer dabei. Ihr guter Ruf eilte ihnen voraus. Und wer trotzdem wissen wollte, wie Brasilien gegen Chile gespielt hatte, konnte sich beim benachbarten Los Hermanos informieren, denn die hatten den Fernseher kurzerhand unter das Vordach vor die Tür gestellt.

"Wir sind Mitglieder im Ha-So-Verein geworden, weil unsere Enkelkinder so viel Spaß hier haben", sagte Heinz Küpper, der am Sonntagvormittag Stallwache im Zelt hatte. Der morgenliche Programmpunkt "35 Jahre Jugendfeuerwehr Haan" war wegen des Regens allerdings kurzerhand vom Ha-So Zelt in die Feuerwehrhalle verlegt worden. Ob sich das bei Interessierten rumgesprochen hatte, war nicht mehr festzustellen. Das Zelt jedenfalls blieb leer. Der anhaltende Regen schien die Sommer-Freunde vertrieben zu haben. Die Musikbeiträge am Nachmittag genoss nur ein kleiner Kreis.

(gund)