Haan-Gruiten: Brückenneubau dauert drei Jahre

Haan-Gruiten: Brückenneubau dauert drei Jahre

Der Knoten Millrather-/Ellscheider Straße/Niederbergische Allee wird Kreisel.

Die Eisenbahnbrücke Millrather Straße muss erneuert werden. Die Kreuzung Millrather-/Ellscheider Straße/Niederbergische Allee wird zu einem Kreisverkehr umgebaut. Ein Großprojekt, das in Gruiten auf großes Interesse stößt. Viele Einwohner waren zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung des Landesbetriebs Straßenbau NRW in den Bürgersaal Gruiten gekommen. Zunächst stellte Klaus Münster, Abteilungsleiter Planung, das umfangreiche Bauvorhaben detailliert vor.

Die alte Eisenbahnbrücke ist marode. Dazu kommt, dass die Kurve vor der Brücke "viel zu scharf für eine Landstraße ist", wie Münster betonte. Außerdem reiche die Fahrbahnbreite nicht aus. "Es fahren hier rund 4000 Fahrzeuge pro 24 Stunden", weiß Münster. Die bisherige Planung sieht nun eine Entschärfung der Kurve sowie den Neubau einer Brücke mit einer Breite von "zwei Fahrstreifen plus" vor. Die alte Brücke soll in diesem Zuge abgebrochen werden.

Um den Verkehrsknotenpunkt nach der Brücke sinnvoll und sicher zu gestalten, wurde ein Kreisverkehr geplant, der mit Radwegen und Fußgängerquerungen versehen ist. Um die Brückenbau- und Abbrucharbeiten durchführen zu können, wird eine vorübergehende Rampe zu den Gleisen hinab angelegt, die von den Baufahrzeugen genutzt wird. Der zeitliche Ablauf sieht einen Baubeginn im Jahr 2020 und die Verkehrsfreigabe 2024 vor. Nach seinem Vortrag übergab Klaus Münster das Wort den über 60 Bürgern.

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"Wie sieht es denn mit der Lärmbelästigung aus? Es soll ja auch nachts gearbeitet werden", fragte ein Anwohner der Brücke. "Vor allem der Abbruch ist problematisch, meinte Münster: "Da kommen wir mit dem Presslufthammer und dann wird das ganze Wochenende durchgearbeitet." Für diese Zeit bot Münster dem Bürger eine Entschädigung oder ein Hotelzimmer an. Wann was gesperrt wird, konnte er noch nicht sagen: "Die Sperrungen werden wir so gering wie möglich zu halten.

" Was viele Bürger bewegte, war die Frage nach den Radwegen, die bei der Planung lediglich im Bereich der Baumaßnahme angelegt werden sollen. Eine Bürgerin wünschte sich einen Radweg nach Hochdahl, worauf Münster riet, bei der Kommune nachzufragen, die dafür einen Antrag beim Landesbetrieb stellen müsse. Die Anregung eines weiteren Bürgers, den Radweg in Richtung Hochdahl doch besser auf der gegenüberliegenden Straßenseite anzulegen, weil er dann auf der gleichen Seite wie der aus Hochdahl kommende Radweg liege, soll bedacht werden.

Die Ergebnisse der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung wurden in einem Protokoll festgehalten, das in Kürze im Internet auf www.strassen.nrw.de/projekte/buergerbeteiligung.html veröffentlicht wird.

(sue)