Haan: Breitband-Gutachten sorgt für Irritationen in der Stadt

Haan: Breitband-Gutachten sorgt für Irritationen in der Stadt

Flurstraßen-Anwohner schalten höhere Stellen ein.

Viele Haushalte und Unternehmen können Internet mit passablen Übertragungsraten nutzen. Im Industriepark Ost hat die Deutsche Glasfaser eine Reihe von Unternehmen mit größten Bandbreiten versorgt. Glasfaser soll im zweiten Abschnitt des Technologieparks Standard sein, erklärte Bürgermeisterin Bettina Warnecke im Wirtschaftsförderungsausschuss. Dort ging es aber um das andere Ende der Skala. 56 Hausanschlüsse seien es, die noch nicht auf einen zeitgemäßen Internetanschluss zurückgreifen können. Dahinter stehen 88 Wohneinheiten und 8 Firmen mit geringerem Bedarf und 13 Unternehmen mit erhöhtem Bedarf.

Irritation entstand, als die Gutachter darlegten, dass sie für die Bemessung ihrer Prognosen im Rahmen eines "Markterkundungsverfahren" auf Angaben der Telekommunikationsanbieter und deren Ausbaupläne zurückgegriffen haben. Würden letztere nicht umgesetzt, kämen am Ende weitere unversorgte Grundstücke hinzu. Zweifel lässt die 50.000 Euro teure und aus Bundesmitteln bezahlte Untersuchung auch hinsichtlich der verwendeten Bevölkerungszahl aufkommen. Die wird für 2018 mit 29.930 angegeben; nach der aktuellen Bevölkerungsstatistik aus dem Rathaus zählt Haan derzeit aber 31.262 Bürger.

Meike Lukat, Fraktionschefin der Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan (WLH), kam nach einem Gespräch mit den Gutachtern im Anschluss der Sitzung zum Ergebnis, dass Haan ohne eine Erhebung des Ist-Zustandes, selbstständiger Feststellung wo dringender Handlungsbedarf besteht, keine Möglichkeiten haben werden, in einem Förderprogramm zum Zuge zu kommen.

  • Haan : Flurstraße kämpft um schnelle Leitung

Anwohner der unteren Flurstraße, die aktuell wegen viel zu kleiner Bandbreiten nur mit Glück telefonieren können und im Internet kaum eine Chance haben (RP vom 17. März), wandten sich am Wochenende mit der Bitte um Unterstützung auch an Bundestagsabgeordnete Michaela Noll und den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Martin Lindemann.

Schreiben Sie uns, wenn Sie in Haan Probleme mit Internet-Bandbreiten haben: "hilden@rheinische-post.de"

(-dts)