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Bauprojekt Flurstraße: Nöcker führt Probebohrungen durch

Haan : Bauprojekt Flurstraße: Nöcker führt Probebohrungen durch

Der Haaner Bauunternehmer hat das Grundstück, auf dem drei Wohngebäude entstehen sollen, inzwischen gekauft. Es geht um 20 bis 25 Wohnungen. Vorgesehen ist auch ein Anteil von Sozialwohnungen; über deren Zahl wird gerade verhandelt.

Noch ist das Projekt nicht in trockenen Tüchern, weil entsprechende Beschlüsse zum Bebauungsplan coronakrisenbedingt bisher nicht gefasst werden konnten. Dennoch hat der Haaner Bau-und Immobilienunternehmer Christoph Nöcker im Bereich Flurstraße Ost schon einmal vorgearbeitet.

Eine von ihm beauftragte Remscheider Firma hat dort in den vergangenen Wochen Probebohrungen vorgenommen – Bestandteil eines Bodengutachtens. Nöcker will auf dem ehemaligen Cremer-Gelände drei Gebäude mit insgesamt 20 bis 25 Wohnungen errichten.

Die Haaner Stadtverwaltung befürwortet nach eigener Aussage eine Bebauung der Fläche grundsätzlich. Das Flurstück werde bereits seit langem als „Reserve Wohnen“ im Rahmen des Siedlungsflächenmonitoring NRW der Bezirksregierung Düsseldorf angegeben.

Nöcker habe ein neues Konzept vorgelegt, demzufolge der überwiegende Teil der schützenswerten Bäume im südlichen Teil des Grundstückes erhalten werden könne, heißt es in einer städtischen Beschlussvorlage. Trotzdem könne eine Nachverdichtung und Schaffung eines Anteils von Wohnraum im sozialen Wohnungsbau umgesetzt werden. Nöcker selbst zufolge wird es von Größe und  Anzahl dieser Sozialwohnungen auch abhängen, wie viele Wohneinheiten insgesamt an der Flurstraße entstehen werden. Zurzeit befinde  er sich in Gesprächen dazu.

Die Probebohrung unlängst hatte in der Nachbarschaft übrigens für einige Irritationen gesorgt. So hatte sich eine Anwohnerin der Straße Am Kauerbusch in einem Schreiben an die Stadt beschwert, „warum teure Bodengutachten mit Vermessung und Bohrungen vorgenommen werden, insbesondere auch auf dem Areal mit dem schützenswerten Baumbestand, ohne dass das Projekt in den bisherigen Sitzungen des Stadtrates Zustimmung gefunden hat“.

Christoph Nöcker erklärte auf Anfrage jetzt dazu,  er habe das Grundstück dem Vorbesitzer schließlich bereits abgekauft. „Und es gibt nichts, was dagegen spricht, wenn ich auf meinem eigenen Grund und Boden bestimmte Voruntersuchungen durchführen lasse.“