1. NRW
  2. Städte
  3. Haan

Haan: B 228 - Bauarbeiten über viele Monate

Haan : B 228 - Bauarbeiten über viele Monate

Zurzeit erneuern die Stadtwerke Gas- und Wasserleitungen. Dann rollen die Bagger, um die Straße umzugestalten.

Autofahrer und Passanten, die die B 228 in Haan nutzen, werden sich über längere Zeit auf Verkehrsbehinderungen einstellen müssen. Denn es ist mehrere Monate lang mit Bauarbeiten zu rechnen.

Was machen die Bagger auf der Kaiserstraße? Zurzeit sind die Bauarbeiter im Auftrag der Haaner Stadtwerke unterwegs. Nach Angaben des Stadtwerke-Geschäftsführers Stefan Chemelli werden auf einer Länge von 84 Metern nach und nach alte Gas- und Wasserleitungen erneuert. Diese Leitungen sind rund 40 Jahre alt. Sie weisen zwar noch keine Schäden auf, werden aber vorsorglich ausgetauscht.

Wann sind diese Bauarbeiten beendet? Voraussichtlich vor dem Start der Haaner Kirmes, die in diesem Jahr vom 27. bis 30. September stattfindet. Dann kommt erst einmal ein provisorischer Fahrbahnbelag auf die Straße.

Ist das nicht unsinnig, wo doch die B 228 im Innenstadtbereich umgestaltet werden soll? Im Gegenteil, sagt Chemelli: "Das ist sehr kostengünstig für uns", denn so müssen die Stadtwerke keinen dauerhaften Fahrbahnbelag aufbringen. Er wäre teurer gewesen. Chemelli rechnet mit einer Ersparnis von 30 Prozent. Auf diese Weise sind für die Erneuerung der Gas- und Wasserleitungen auf diesem Straßenstück nur noch 65 000 Euro zu zahlen. Der endgültige Fahrbahnbelag wird dann im Zuge der Umgestaltung der B 228 aufgebracht.

Müssen die Haaner in diesem Jahr mit weiteren Leitungssanierungen rechnen? Ja. Größere Projekte sind beispielsweise an der Kreuzung "Polnische Mütze" (dem Knotenpunkt von Elberfelder Straße, Gräfrather und Gruitener Straße) und am Schlehdornweg geplant, erläutert Chemelli. Außerdem werden an weiteren Orten das Stromnetz, Mess- und Regelungstechnik und Netzkoppelungspunkte erneuert. Zudem steht die Sanierung von je 100 Gas- und Wasser-Hausanschlüssen auf dem Programm. Insgesamt haben die Stadtwerke Haan für 2014 ein Investitionsvolumen von rund 1,45 Millionen Euro eingeplant, erläutert der Geschäftsführer.

Was passiert danach? Ist die Haaner Kirmes erfolgreich beendet, rücken die Bagger des Landesbetriebs Straßen an, denn der Innenstadtbereich der B 228 soll umgestaltet werden. Dieses Projekt hat gestern Abend auch den Haupt- und Finanzausschuss beschäftigt, der die Mittel für einen Radweg freigab.

Was ist geplant? Der Radweg soll sich auf der Alleestraße über 120 Meter von der Hausnummer 54/Einmündung Kampstraße bis zum Kreisverkehr erstrecken, erläutert Guido Mering, Leiter des Tiefbauamtes. Die Kosten liegen bei rund 40 000 Euro und waren bislang im Haushalt noch nicht eingeplant. Die Sanierung der B 228 bietet der Stadt Haan jedoch eine einmalige Gelegenheit, diesen Radweg im Zuge des Umbaus vergleichsweise preisgünstig anzulegen. Zurzeit verläuft dort ein Grün- beziehungsweise Schotterstreifen. Er gehört der Stadt.

Welche Folgen hat das für die Anwohner? Anwohner der Häuser 22 bis 44 werden auf Parkplätze vor ihren Häusern verzichten müssen, damit der Fahrradschutzstreifen stadteinwärts realisiert werden kann. Die Stadt habe ein so genanntes "halbhüftiges" Parken geprüft, doch auch dafür reiche der Platz nicht. Laut Thorsten Fischer, Sachbearbeiter für Straßenbau im Tiefbauamt der Stadt, würden nur 90 Zentimeter Breite für den Gehweg bleiben — zu wenig. Auch für einen Radweg stadtauswärts reicht der Platz nicht aus.

Wann geht es mit der Sanierung der B 228 los? Voraussichtlich am 6. Oktober. Die Baukosten übernimmt das Land. Auch für die Sanierung der Gas- und Wasserleitungen der Stadtwerke müssen die Haaner Bürger nichts zahlen. Wichtigste Elemente bei der Umgestaltung sind unter anderem eine Querungshilfe an der Einmündung Eisenbahnstraße, eine Kurvenumgestaltung an der Einmündung Martin-Luther-/Kaiserstraße und ein gestalterisches Element zur Temporeduzierung an der Kaiserstraße.

(RP)