Anschlussstelle Haan-Ost soll früher fertig werden

Bauarbeiten an der A46-Anschlussstelle : Auffahrt Haan-Ost wird früher fertig

Bis Mitte Juli statt wie zunächst geplant Ende August will die Stadt Haan die Arbeiten an der Auffahrt zur A 46 abgeschlossen haben – und wendet sich gegen Kritik an der Ampelschaltung.

Die Baustelle an sich fristet ein unerfreuliches Dasein: Niemand mag sie – und das, obwohl sie zumeist eigentlich dafür geschaffen wurde, alte Missstände zu beheben. Dieses Phänomen erlebt derzeit auch Thorsten Fischer, der als Projektleiter beim Tiefbauamt der Stadt Haan den Umbau der Autobahnanschlüsse Haan-Ost an der A 46 verantwortet. Zusätzliche Fahrspuren sollen künftig mehr Fahrzeuge aufnehmen. „Es wird deutliche Entlastungen geben“, betont Fischer.

Manch ein Pendler gibt sich mit dem Blick in die nahe Zukunft jedoch nicht zufrieden: Denn der baustellenbedingte Stau an der Landesstraße L 357 im Umfeld der Autobahnanschlüsse lässt mitunter die Nerven blank liegen. „Seit drei Wochen herrscht das absolute Chaos. Manchmal schafft es ein Lkw über Grün, und es dauert 20-30 Minuten, bis man auf der Autobahn ist“, schimpft etwa ein Bürger in einem Brief an die Stadt und fordert: „Die Ampelphasen müssen dringend angepasst und ausgeweitet werden.“

Reaktionen dieser Art seinen keine Seltenheit, berichtet Fischer und wendet sich zugleich gegen die Kritik: Bei der Planung der Ampelschaltung rund um das Baustellengebiet habe Unfallvermeidung oberste Priorität: „Es ist wichtig, dass wir die Autobahn freihalten.“ Wenn der Rückstau durch längere Rot-Phasen an der Kreuzung bis in die Abfahrtsspur der A 46 hineinreiche, erhöhe das das Risiko von Auffahrunfällen mit hohem Tempo. Deswegen installierte die Stadt Staumelder an den Abfahrten: Kommen dort zu viele Autos zum Stehen, wird es für all jene, die von der Autobahn kommen, schneller Grün. Doch – kein Licht ohne Schatten – alle anderen Ampeln werden entsprechend auf minimale Grünzeit geschaltet.

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Bei geringem Verkehrsaufkommen liege die Taktung der Grünphase aus den anderen Richtungen bei 20 Sekunden, heißt es von der Stadt. Auch Sicherheitsabstände zwischen dem fließenden Verkehr und den Arbeitern auf der Baustelle sei im Zuge einer neuen Reglung zum Arbeitsschutz zu beachten. Dadurch habe man Straßen zusätzlich verengen müssen. Ein Ende der Geduldsprobe für Pendler ist laut Verwaltung aber greifbar: Der Umbau der Nordrampe, der Auf- und Abfahrt auf der Spur in Richtung Düsseldorf, ist bereits abgeschlossen – ebenso wie die Erweiterung des Verkehrsknotens „Polnische Mütze“. Die Arbeiten an der Südrampe, dem Anschluss in Richtung Wuppertal, sollen zügiger als bisher erwartet dem Ende entgegengehen – nämlich bis Mitte Juli statt wie ursprünglich geplant Ende August.

Dann soll der Verkehr auf der L 357, die auch von Autofahrern aus Solingen, Erkrath, Mettmann und Wuppertal genutzt wird, wieder besser laufen. Wer die Autobahn aus Richtung Wuppertal kommend verlässt, hat eine zusätzliche Rechtsabbiegespur zur Verfügung. Und auch die Auffahrt verläuft zweispurig, um sich schließlich zu verjüngen. Gleich zwei zusätzliche Spuren gibt es für Fahrzeuge aus Richtung Düsseldorf – zwei in Richtung Solingen, eine nach Gruiten und eine geradeaus nach Haan. Auch die L 357 ist entsprechend verbreitert.

Einer Belastungsprobe werden sich die Pendler allerdings noch stellen müssen: Voraussichtlich Anfang Juli wird es im Zuge von Deckenarbeiten an der Südrampe noch eine Vollsperrrung geben. Die Betroffenen sollen dann über Haan-West umgeleitet werden.

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