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Kommentar: Am Stellenplan die Zähne ausgebissen

Kommentar : Am Stellenplan die Zähne ausgebissen

So unterschiedlich die Ansichten, so unterschiedlich die Vorschläge. Einen "Unterausschuss im Sinne einer Finanzkommission" will FDP-Fraktionschef Ruppert bilden, um die steigenden Kosten für das städtische Personal zu deckeln. Eine funktionierende Aufgabenkritik fordert GAL-Ratsherr Jochen Sack.

Und die SPD beantragte gar die Auflösung des Arbeitskreises Personal. All das dokumentiert Unzufriedenheit, Ratlosigkeit. "Wir haben schon alle Spielarten durch", konstatierte die parteilose Meike Lukat resigniert.

Die andauernde und für Außenstehende kaum noch zu durchschauende Diskussion um die städtischen Personalkosten offenbarte die ganze Hilflosigkeit des Rates. Empörung und Resignation waren deutlich zu vernehmen, hat die Politik in ihrer gestalterischen Verantwortung doch offenbar kein geeignetes Instrument an der Hand, um die Kostensteigerungen in den Griff zu bekommen. Und schon einen Tag nach dem mühsam errungenen Kompromiss einer Pauschalkürzung setzt sich die Debatte um seine Effekte in den Parteien fort. "Als Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet", sagte gestern ein Beteiligter bitter — an dem Stellenplan hat sich der Rat am Dienstagabend einmal mehr die Zähne ausgebissen.

Alexandra Rüttgen

(RP)