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Alter Kirchplatz und Park Ville d´Eu sollen für 1,2 Millionen Euro aufgehübst werden

Pläne erstmals öffentlich im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt : Alter Kirchplatz und Park Ville d´Eu sollen für 1,2 Millionen Euro aufgehübscht werden

Rat und Verwaltung  wollen den Alten Kirchplatz und den Park Ville d´Eu im Rahmen des Innenstadt-Konzepts aufwerten. Alles wird deutlich teurer als ursprünglich gedacht. Die Mehrausgaben müssen an anderer Stelle beim City-Konzept eingespart werden.

Planer Boris Salazar (Landschaftsarchitekten Kraft-Raum Krefeld/Düsseldorf) stellte die Pläne jetzt erstmals öffentlich im Fachausschuss vor. Das Büro hatte sie gemeinsam mit einem kleinen Zirkel von Politikern entwickelt. Deshalb waren sie offenbar auch für die meisten Stadtverordneten im Fachausschuss neu. Schriftliche Unterlagen gab es nicht, nur einen mündlichen Vortrag. Die Anträge auf Förderung durch das Land habe die Stadt beeits am 28. Februar bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht, sagte Planungsamtsleiter Peter Sangermann. Er hoffe, dass Mitte des Jahres eine Förderzusage vorliege.

Mit Hochbeeten, die zugleich auch Sitzgelegenheit bieten, will Kraft.Raum auf dem Alten Kirchplatz einen intimen Innenbereich schaffen. Sie sollen mit Gräsern und Stauden bepflanzt werden. Alle Bäume werden erhalten. Der Umriss der alten Kirche soll mit einer Lichtleiste im Boden sichtbar werden. Das Kunstwerk „Wasserfall für Haan“ der Glaskünstlerin Uta Majmudar soll in den Schillerpark versetzt werden. Der Platz bekommt einen neuen Belag. Dieser neue „Stadtstein“ soll in die Innenstadt führen. Die Bushaltestelle (Kosten gehen extra) wird barrierefrei umgebaut. Die Kosten schätzte der Planer auf 835.000 Euro brutto. Baudezernent Engin Alparslan schlug den Politikern einen Ortstermin vor. Dabei sollen Bodenbeläge und Stadtmobiliar ausgewählt werden.

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„Der Entwurf gefällt gut, bis auf die Bänke“, sagte Karlo Sattler, Vorsitzender des Seniorenbeirats. In Düsseldorf habe man ähnliche Bänke aufgestellt. Sie würden von Skatern und Bikern als Sprungschanzen missbraucht. Er bat darum, den Seniorenbeirat und das Jugendparlament künftig frühzeitig in die Planung mit einzubeziehen.

Beim Park Ville d´Eu soll der Gehweg entlang der Königstraße wegfallen. An der Bismarckstraße wird ein zweiter Platz angelegt. Die Wege sollen einen neuen Belag und Stahlkanten zur Abgrenzung erhalten. Alle Sitzbänke werden erneuert. Im Zentrum wird auf einer Rasenfläche ein neues Planzbeet angelegt. Die Wege werden mit schlichten Stelen erleuchtet. Der Pavillon und die Kletterspinne bleiben unverändert. Als Planer Boris Salazar die Kosten nannte, war er kaum zu verstehen. Geschätzt 419.000 Euro brutto. „Wir haben den Kostenrahmen „ein Stück weit verlassen“, sagte Baudezernent Engin Alparslan. 2016 war man noch von 150.000 Euro ausgegangen. Wenn die Bezirksregierung die Planung billigt, übernimmt das Land 60 Prozent der Kosten, die Stadt 40 Prozent. Aber nicht die Mehrkosten. „Die Bezirksregierung geht davon aus, dass wir die Mehrkosten an anderer Stelle einsparen“, sagte Alparslan. Wenn das nicht klappt, muss die Stadt dafür gerade stehen.

„Feste sind im Park weiter möglich“, versprach der Baudezernent auf Nachfrage. Der Planer hatte Rabatten-Geländer vorgeschlagen, um die Beete zu schützen.