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60 Prager Philharmoniker spielten für 1500 Haaner auf dem Karl-August-Jung Platz.

Open Air Konzert : Wunderbares Erlebnis für alle Sinne

60 Prager Philharmoniker spielten für 1500 Haaner auf dem Karl-August-Jung Platz.

„Es ist ein Traum“, sagte Sabine Schröder, eine von geschätzten 1500 Besuchern des Open Air Konzertes der Smetana Philharmoniker aus Prag auf dem Ernst-August-Jung-Platz. Es stimmte einfach alles. Orchester und Publikum, Wetter und Atmosphäre sorgten für eine Stimmung, die der Seele Flügel zu verleihen schienen. Da konnte zugehört, geplaudert und auch geschwiegen werden. Da lagen Männer im Gras, da spielten die Kinder mit Luftballons und da knallten die Sektkorken. Die Stimmungsmacher waren auf jeden Fall die 60 tschechischen Philharmoniker – von jung bis erfahren – die auf ihrer internationalen Meisterkonzertreise zum zweiten Mal Station in Haan machten. In diesem Jahr hatten die Organisatoren der Kulturabteilung der Stadt Haan vom vorjährigen Debüt gelernt und eine riesengroße Bühne am Ende des Ernst-August-Jung Platzes aufgebaut. So konnten sich die Zuhörer auf der gesamten Wiese davor ausbreiten. Und die Orchester-Musik wurde hervorragend durch die Bühnenmuschel transportiert. Auf dem Programm stand der Zyklus „Mein Vaterland“ von Friedrich (Bedrich) Smetana, ein Werk das Heimat, Landschaft, Geschichte des tschechischen Volkes vertonte. Das wohl bekannteste Stück daraus ist „Die Moldau“. Das letzte Stück „Blanik“ (der Berg) spiegelt besonders den Stolz, die Stärken wie die Ängste des tschechischen Volkes, sagte Chefdirigent Hans Richter. Die Wucht der beeindruckenden Komposition haben die Smetana Philharmoniker im Haaner Park beeindruckend und klanggewaltig vermittelt. Stolz und glücklich begrüßte Bürgermeisterin Bettina Warnecke Orchester und Publikum. „Ein tolles Event“ urteilte sie. Dankbar war sie für die eindrucksvolle Unterstützung der Stadtsparkasse Haan, der Stadtwerke Haan, vor allem der Firmen Ostermann und Verder scientific und anderen. Die Leistung ihrer Kulturabteilung sei ein großes Lob wert, meinte die Bürgermeisterin. Bianca Prikner, die umsichtige Gastgeberin eines großen Freundeskreises, musste dringend Fotos des Prager Orchesters an ihre Eltern posten, denn schließlich sind sie geborene Tschechen. Und Karin Thiemann-Dreyer hatte für Freunde und Nachbarn eine festlich gedeckte Tafel aufgebaut.