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Grevenbroich: Zwei neue Seniorenzentren

Grevenbroich : Zwei neue Seniorenzentren

Im Frühjahr soll der Bau von zwei Seniorenzentren starten: Die Kursana-Residenzen eröffnen an der Lindenstraße ein Haus, in Elsen werden die Alloheim-Senioren-Residenzen der Betreiber. Insgesamt sind 180 Plätze geplant.

Drei Seniorenzentren existieren bereits in der Grevenbroicher Innenstadt – jetzt sollen gleich zwei in Citynähe hinzukommen: an der Lindenstraße im so genannten "Lindencarré" und an der Matthias-Esser-Straße in Elsen. Der Baustart für beide Häuser ist im Frühjahr vorgesehen – die Fertigstellung für 2012. Die Bauanträge liegen im Rathaus.

Im Grönland-Viertel rollen die Bagger "etwa im März, April an. Mit der Baugenehmigung rechnen wir für Februar oder März", erklärt Thomas Zethin, Geschäftsführender Gesellschafter des Investors Care-Center-Invest in Hannover. Auch der Betreiber steht fest. "Der Mietvertrag mit den Alloheim Senioren-Residenzen ist unterschrieben", so Zethin. Das Düsseldorfer Unternehmen Alloheim ist im Rhein-Kreis kein Unbekannter, es betreibt bereits ein Seniorenzentrum in Dormagen. "Wir sehen Grevenbroich als einen interessanten Standort mit großem Bedarf an Seniorenpflegeplätzen", erklärt Alloheim-Geschäftsführer Rainer Hohmann. Das gelte auch, wenn noch ein weiteres Haus hinzukomme.

Über das Seniorenzentrum in Elsen war in der Politik heftig diskutiert worden: Die CDU hielt den ursprünglich geplanten Baukörper – mit drei Vollgeschossen – für zu hoch. Der Stadtrat beschloss eine Begrenzung auf zwei Voll- und ein Staffelgeschoss. "Wir haben umgeplant, Funktionsräume wie Küche und Lager werden im Keller untergebracht", sagt Thomas Zethin. 80 Senioren sollen im Haus leben – davon 70 in Einzelzimmern. Im Erdgeschoss ist ein Restaurant geplant. Auf Wunsch der Politik wurde die Zahl der Autostellplätze auf 16 verdoppelt, dafür kauft Care-Center Invest eine benachbarte Fläche an.

An der Lindenstraße soll bald der Startschuss für 100 weitere Plätze fallen, Betreiber sind die Kursana-Residenzen in Berlin. "Wir wollen im Frühjahr beginnen, verhandeln zurzeit mit den Baufirmen", sagt Architekt Winfried Rochholl. Seit Jahren plant Projektentwickler Van der Looy im Buckau-Viertel das Lindencarré, mehrere Male war das Projekt geändert worden.

In dem hufeisenförmigen Komplex mit großem Innenhof sollen laut Rocholl neben 80 Seniorenpflegeplätzen – davon sechs in Doppelzimmern – in einer weiteren Einrichtung 20 Plätze für Demenzkranke entstehen. Zur Lindenstraße hin werden außerdem über 40 barrierefreie, altengerechte Wohnungen – zwischen 60 und 100 Quadratmeter groß – errichtet.

Darüber hinaus sind Räume für zwei Praxen, Geschäfte, Café, Kiosk und einen Concierge-Dienst vorgesehen. Der könnte beispielsweise Botengänge für die Bewohner übernehmen.

(NGZ)