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Grevenbroich: Zwei Leuchttürme für Detlef und Diana

Grevenbroich : Zwei Leuchttürme für Detlef und Diana

Für die Mehrheit des Frimmersdorfer Regiments ist es jetzt eine neue Erfahrung, ein Schützenfest im Zelt zu feiern. 39 Jahre lang war die Erfthalle das Domizil des Bürgervereins. Präsident Herbert Geritan gehört zu wenigen noch aktiven Schützen, die sich an ein Zelt in Frimmersdorf erinnern können. Auch wenn das Genehmigungsverfahren für das auf dem Parkplatz wie dem Aschenplatz platzierte Zelt "Knochenarbeit" war, wie Vorstandsmitglied Markus Erhardt sagt, tat dies der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch.

Umzug voller Farbenpracht

Mit gut 650 Schützen und Musikern bot der Bürgerverein gestern Nachmittag dem Publikum wieder einen der größten und den — wie die Farbpalette der Uniformen zeigte — buntesten Festzug im Stadtgebiet. Den krönenden Höhepunkt bildete die Parade zu Ehren des Königspaares Detlef und Diana Schröck. Für sie hatte der Marinezug Admiral Püllen eine Residenz mit zwei je zwei Meter hohen Leuchttürmen errichtet — zurzeit die Frimmersdorfer Sehenswürdigkeit.

Während des Frühkonzerts galt das Interesse gestern den Jubilaren, deren Reigen Wolfgang Maaßen und Peter Morschhoven anführten, die beide in der Alten Garde der Schwarzen Husaren aktiv sind und seit je 50 Jahren beim Bürgerverein mitmarschieren. Vier Jahrzehnte dabei sind der Grüne Husar Paul Lüngen, Rolf Brüggen (Jägerzug "Enzian"), Raimund Linges (Jägerzug "Jröne Jonge"), Jürgen Linges und Guido Diestelhorst (beide gehören zu den "Jung Schill'schen Offizieren").

Ihr Silberjubiläum feiern jetzt Markus Linden, Frank Konrath und Markus Winter, die dem Freicorps Lützow angehören, das auf sein 25-jähriges Bestehen zurückblicken kann. 25 Jahre gehören auch Guido Keil, Erhardt Schubert, Jens Huber, Thomas Pleuß, Toni Knabben, Volker Krebs und Jürgen Kremer dem Bürgerverein an. 60 Jahre alt ist der Jägerzug Lützow.

Für den Grenadierzug Erftstolz gibt es ebenfalls eine Zukunft: Da die bisherige Truppe um Willi Haas aus Altersgründen nicht mehr mitmarschieren mag, erfolgte gestern der Stafettenwechsel zu den bisherigen Jungschützen um Christian Bayer, die die weitere Existenz des traditionsreichen Grenadierzugs auf Jahrzehnte hinaus sichern dürften.

(NGZ)