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Grevenbroich: Zwei Frauen bei Brand verletzt

Grevenbroich : Zwei Frauen bei Brand verletzt

Bei einem Brand in der Südstadt wurden in der Nacht zu Mittwoch zwei Frauen zum Teil schwer verletzt.Wie das Feuer in dem Mehrfamilienhaus entstand, ist unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Die Flammen schlugen bereits bis zur Zimmerdecke, als sich die beiden Bewohnerinnen eines Hauses in der Südstadt ins Freie retten konnten — in letzter Minute. Eine 55 Jahre alte Frau erlitt bei der Flucht aus der brennenden Wohnung zwar schwere Verletzungen, die jedoch nicht lebensbedrohlich sind. Ihre 25-jährige Tochter kam mit einer Rauchvergiftung davon. "Das hätte auch weitaus schlimmer ausgehen können", urteilt Grevenbroichs Feuerwehrchef Udo Lennartz, der den Einsatz leitete.

Wie es am frühen Morgen zu dem Feuer an der Karl-Arnold-Straße kam, stand gestern Abend noch nicht fest. "Unsere Mitarbeiter ermitteln zur Ursache. Dabei werden sie von Experten unterstützt", sagt Polizeisprecher Hans-Willi Arnold. Nach Informationen der NGZ brach das Feuer im Wohnzimmer aus und griff dann auf weitere Räume über. Insgesamt soll ein Schaden von mehr als 100 000 Euro entstanden sein. Das Haus ist vorübergehend nicht bewohnbar, ein Statiker überprüft nun die Standfestigkeit des Gebäudes.

Die Feuerwehr wurde gegen 2.30 Uhr alarmiert — die Lage erschien zunächst dramatisch. "In dem brennenden Gebäude sollte sich noch ein Mensch befinden", berichtet Udo Lennartz. Er ließ die hauptamtliche Wache ausrücken, gleichzeitig machten sich die Löschzüge Stadtmitte, Gustorf und Wevelinghoven auf den Weg in die Südstadt.

35 Helfer waren im Einsatz, die vor Ort keine Sekunde vergeuden durften. "Das Untergeschoss des Hauses brannte in voller Ausdehnung. Die Flammen schlugen zu den Fenstern heraus", schildert Lennartz die ersten Eindrücke. Zum Glück konnten Nachbarn gleich Entwarnung geben: Die im Obergeschoss lebende 72 Jahre alte Maria Bals befand sich nicht — wie zunächst vermutet — in dem Haus. Die Seniorin hatte die Nacht bei ihrem nebenan lebenden Sohn verbracht. "Zum Glück", wie Ralf Bals erleichtert meint: "Meine Mutter wäre vermutlich schwer verletzt worden oder in den Flammen gestorben. Mit 72 Jahren ist man nicht mehr so schnell auf den Beinen."

Die Feuerwehr räumte sämtliche Häuser in der Nachbarschaft. "Die Flammen hätten auf die Gebäude übergreifen können", so Lennartz. Drei mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Trupps kämpften indes gegen die Flammen an. Während ein Team mit Strahlrohren das Feuer im Haus löschte, positionierten sich zwei weitere auf der Vorder- und Rückseite des Gebäudes. Diese Strategie war erfolgreich: "Nach 30 Minuten war das Feuer aus", erklärt Lennartz. Die Nacharbeiten zogen sich bis gegen 6.30 Uhr hin.

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(lnw)