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Grevenbroich: "Zug der Erinnerung": Über 1000 Besucher

Grevenbroich : "Zug der Erinnerung": Über 1000 Besucher

Mehr als tausend Besucher haben in den vergangenen beiden Tagen den "Zug der Erinnerung" im Grevenbroicher Bahnhof besucht. Viele zeigten sich tief beeindruckt von der Ausstellung, die an Einzelschicksalen das Leid von Kindern zeigt, die während der NS-Zeit deportiert und ermordet wurden.

Auch die Veranstalter ziehen ein positives Fazit. "Grevenbroich war ein hervorragender Standort", sagt Martin Kresse, Koordinator für den Zug der Erinnerung im Rhein-Kreis. Neben vielen Schülern hätten sich auch eine Menge Einzelbesucher die Schau, die in drei verdunkelten Waggons gezeigt wird, angesehen. Inzwischen ist der Zug weitergefahren, heute und morgen steht er in Neuss.

Die Begleitumstände am Grevenbroicher Bahnhof sorgten allerdings weiter für Unmut. NGZ-Leser Karl Becker (63) aus Hemmerden etwa war zwar bewegt von der Ausstellung, ärgerte sich aber über den mühsamen Zugang zu den Waggons über eine provisorische Stahltreppe "mit viel zu hoher Stufe".

Grund war, dass die Bahn für die Ausstellung den Bahnhof nicht freigegeben hatte. So musste der Zugang zu dem Zug, der auf einem Abstellgleis stand, über den Parkplatz an der Hinterseite des Bahnhofs improvisiert werden. Die Veranstalter sind froh, dass das überhaupt geklappt hat. "Eine örtliche Baufirma hat uns aus der Patsche geholfen", sagt Koordinator Kresse. Am Abend vor dem Eintreffen des Zuges hatte es noch keinen Zuweg zum Gleis gegeben. Kress dankte auch dem Gas- und Wasserwerk, das kurzfristig für einen Stromanschluss gesorgt hatte.

(NGZ)