Zu den Schützenfesten in Grevenbroich gibt es neue "Geht fit"-Plakate.

Alkoholprävention in Grevenbroich : „Geht fit“-Kampagne wird fortgesetzt

Zu den Schützenfesten gestalten Jugendliche Plakate gegen Alkoholmissbrauch mit.

Die Abbildung eines WhatsApp-Chats zeigt eine Gruppenunterhaltung, wie sie Jugendliche täglich führen: Freunde schreiben über eine anstehende Feier und das dazugehörige Vorglühen mit Alkohol. Doch am Ende des Chats, das nach der Fete datiert ist, schickt einer der Jugendlichen eine Todesanzeige in die Gruppe. Einer der Freunde hat die durchfeierte Nacht wohl nicht überlebt. Mit dieser Plakatgestaltung setzt die Stadt ihre „Geht fit“-Kampagne   zur Alkoholprävention in der Schützenfest-Saison fort.

Zur Karnevalssession 2019 wurde die Plakatkampagne erstmals unter Beteiligung Jugendlicher entwickelt. Unterstützt wird sie nun durch die Heimat- und Schützenvereine. Beteiligt sind außerdem Einrichtungen und Organisationen wie die Alte Feuerwache, die Caritas und die Rhein-Flanke. Neu dabei ist die Erziehungs- und Familienberatungsstelle. Die Plakate hingen bereits auf dem Schützenfest in Wevelinghoven und werden noch auf den Festen in Gustorf und Stadtmitte platziert.

„Wir wollen damit das Feiern nicht vermiesen“, betont der Beigeordnete Florian Herpel. „Wir möchten mit der Aktion für verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol sensibilisieren.“ Die örtlichen Veranstaltungen seien ein guter Anknüpfungspunkt, um dafür zu werben. „Deshalb sind wir dankbar  für die Unterstützung aller Initiatoren und der Vereine, ohne die das nicht möglich wäre.“

Beim Plakatmotiv haben wieder Jugendliche   mitgewirkt, sagt Jugendarbeiterin Salome Menzel. „Das ist wichtig, denn sie sind die Zielgruppe der Aktion.“ Diesmal sei durch den dargestellten Todesfall ein Thema gewählt, das schockiert. „Trauerverarbeitung ist immer wieder ein Thema unter den Jugendlichen. Daher sind wir froh, in diesem Jahr auch die Familienberatungsstelle mit an Bord zu haben“, sagt sie. Alkoholmissbrauch, sei auch ein Thema, dass die Familie betreffe, sagt dazu die Leiterin der Beratungsstelle Brigit Röttgen.

Auf den Schützenfesten vertreten sind zudem das Prevent-Mobil der Caritas-Suchthilfe sowie das mobile Wohnzimmer der Rhein-Flanke. Unter anderem mit Aktionen und alkoholfreien Cocktails. Die Kampagne soll im nächsten Jahr weitergehen, so Herpel. „Für das nächste Motiv ist beispielsweise ein Wettbewerb zur Plakatgestaltungdenkbar“.

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