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Grevenbroich: Zahlen Bahn-Pendler bald für das Parken?

Grevenbroich : Zahlen Bahn-Pendler bald für das Parken?

Wird die Stadt ihren Haushalt auch auf Kosten der Autofahrer sanieren? Gut möglich, denn die Wirtschaftsberater von Rödl & Partner raten der Kommune, mehr Parkgebühren zu kassieren. Im Blick haben die Prüfer das Parkhaus am Grevenbroicher Bahnhof. Dort können Pendler ihre Fahrzeuge heute noch kostenlos abstellen.

Wird die Stadt ihren Haushalt auch auf Kosten der Autofahrer sanieren? Gut möglich, denn die Wirtschaftsberater von Rödl & Partner raten der Kommune, mehr Parkgebühren zu kassieren. Im Blick haben die Prüfer das Parkhaus am Grevenbroicher Bahnhof. Dort können Pendler ihre Fahrzeuge heute noch kostenlos abstellen.

In dem Gutachten, das von der Stadt noch streng unter Verschluss gehalten wird, empfiehlt Rödl & Partner, die insgesamt 240 Stellplätze des Parkdecks zu bewirtschaften. Dabei soll sich die Kommune an der Gebührenordnung der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) orientieren.

Die Wirtschaftsberater schlagen folgende Regelung vor: Pro Stunde sollen Bahn-Pendler 50 Cent zahlen, ab der sechsten Parkstunde wird der Tageshöchstsatz von zwei Euro fällig. Bei der Einführung einer solchen Parkgebühr macht Rödl & Partner folgende Rechnung auf: Bei etwa 200 Dauerparkern an den Wochentagen und 40 Kurzzeitparkplätzen, die im Jahr durchschnittlich an fünf Stunden pro Tag belegt sind, könnten rund 127 000 Euro in die Stadtkasse fließen.

Realistisch werden jedoch Einnahmen von lediglich 90 000 Euro erwartet. Denn die Stadt müsse etwa 10 000 Euro für das Aufstellen, Betreiben und Warten von Schranken und Automaten zahlen. Zudem könnten jährlich weitere 27 000 Euro fällig werden. Denn das Parkhaus steht auf dem Gelände der Deutschen Bahn, die bei einer Bewirtschaftung des Decks eine Pacht verlangen könnte.

Vor dem Jahr 2016 kann die Parkgebühr am Bahnhof übrigens nicht realisiert werden. Denn die Stadt hat das Parkdeck in den 90er Jahren mit einem Zuschuss des Landes errichtet. Würde sie jetzt schon eine Bewirtschaftung einführen, müssten Teile dieses Geldes zurückgezahlt werden.

(dhk)