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Workshop in Grevenbroich: Mit der VHS interkulturelle Kompetenz stärken

Workshop in Grevenbroich : Mit der VHS interkulturelle Kompetenz stärken

Zwei Referenten führen durch eintägigen Workshop am 6. November. Eine Rolle spielt auch die manchmal schwierige Rolle von Frauen im Kontakt mit Männern aus patriarchal-geprägten Kulturen. Wo man sich anmelden kann.

Der Kontakt mit Menschen aus anderen Kulturen wird in vielen Berufen immer alltäglicher. Online-Meetings etwa eröffnen neue Möglichkeiten, zur gleichen Zeit mit Menschen in anderen Teilen der Welt zu kommunizieren. Dabei entstehen aber auch Konflikte – durch Missverständnisse und unterschiedliche Erwartungen. Viele Erwartungen und Verhaltensweisen sind durch politische und gesellschaftliche Bedingungen in den Herkunftsgesellschaften beeinflusst. Aber wie kann man der Fehlkommunikation vorbeugen? Mit diesem Thema beschäftigt sich am Samstag, 6. November, die Volkshochschule Grevenbroich.

Für diesen Tag, 9 bis 16 Uhr, ist ein besonderer Workshop angesetzt, der unter dem Titel „Interkulturelle Kompetenz“ steht. Der Workshop soll im Museum der Niederrheinischen Seele, der Villa Erckens, stattfinden.

Durch den Tag führen die Referenten Hannah Wettig und Oliver Marc Piecha. Mit einer Mischung aus Geschichte, aktuellen Fakten, Berichten über Situationen, die sie selbst erlebt haben, und mit überraschenden Bildern wollen sie das Problem der unterschiedlichen Erwartungen begreifbar machen. Ausgehend von konkreten Alltagsproblemen, die vielen schon begegnet sein dürften, wollen sie erklären, welche politische Erfahrung, welche Moral oder welche familiären Strukturen dahinter stecken.

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Mit dieser Methode soll sich laut Volkshochschule eine Vielzahl von Missverständnissen klären lassen. „Wir motivieren die Teilnehmer, weitere Alltagsprobleme anzugehen, indem sie nach Hintergründen forschen und damit qualifiziert ins offene Gespräch eintreten. Nur wer den anderen versteht, kann echte Beziehungen aufbauen und Konflikte konstruktiv austragen“, heißt es in einer Mitteilung der Bildungseinrichtung.

In Übungen sollen darüber hinaus Grundvoraussetzungen der interkulturellen Kommunikation erarbeitet und konkrete Problemfälle diskutiert werden. Dabei soll insbesondere auf die manchmal schwierige Rolle von Frauen im Kontakt mit Männern aus patriarchal-geprägten Kulturen eingegangen werden. Dass interkulturelle Kommunikation auch eine Gratwanderung sein kann, wissen Hannah Wettig und Oliver Marc Piecha aus langer Erfahrung durch Aufenthalte in der Region des Nahen Ostens.

Info Die Teilnahme am Workshop kostet je 35 Euro. Anmeldungen sind möglich telefonisch unter der Rufnummer 02181 608235 oder vhs@grevenbroich.de sowie online unter: https://vhs-gv.itk-rheinland.de/