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Grevenbroich: Wird das Schützenzelt bald zur rauchfreien Zone?

Grevenbroich : Wird das Schützenzelt bald zur rauchfreien Zone?

Auf die Schützen könnten bald neue Auflagen zukommen: Die rot-grüne Landesregierung will das Nichtraucherschutzgesetz verschärfen. Unter anderem sollen bisher geltende Ausnahmeregelungen für Brauchtumsveranstaltungen und in Festzelten aufgehoben werden.

Bleiben Besucher weg, wenn der Glimmstengel aus dem Schützenfestzelt verbannt wird? "Ein Rauchverbot wird vielen nicht passen", erklärt Hans Voigt, Präsident des Bürgerschützenvereins Gustorf. "Ich fürchte, dass Besucher, die bei Veranstaltungen Eintritt zahlen, wegbleiben, wenn wir ein Rauchverbot aussprechen müssen." Er hofft aber auf eine Ausnahmegenehmigung, "da wir kein Essen im Zelt bieten".

Ein anderes Problem sieht Günter Piel, Präsident des BSV Wevelinghoven, der im mit 2300 Menschen zweitgrößten Schützenfestzelt in der Stadt feiert. "Ich bin dafür, dass in bestimmten Einrichtungen nicht geraucht wird, dazu gehört auch das Zelt. Aber wenn wir das kontrollieren müssen, ist das ein großer Organisationsaufwand. Es kommen immer mehr Auflagen auf die Veranstalter zu."

Eine Lösung wäre, wenn "Raucher in unseren Biergarten im Außenbereich gehen". Einen Biergarten kann sich auch Friedhelm Barmeyer, Präsident des BSV Kapellen, als Alternative für Raucher vorstellen. Dass diese wegbleiben, befürchtet er nicht — "wenn auch in Gaststätten Rauchverbot besteht".

"Wir warten ab, ob die Änderungen wirklich so kommen", sagt Robert Hoppe, Brudermeister der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Gindorf, "Wenn aber alles so umgesetzt wird und etwa gefordert wird, dass der Weg für Nichtraucher nicht durch die Raucher-Lounge führt, kann einem angst und bange werden."

(NGZ/rl)