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Grevenbroich: Wirbel um CDU-Plakate geht weiter

Grevenbroich : Wirbel um CDU-Plakate geht weiter

Der Streit um die Plakat-Werbung der CDU geht in die nächste Runde: Gestern forderte die Fraktion "Die Linke/Freie Bürger" eine Entschuldigung von der Union. Grund: Holger Leusch, Vorsitzender der Wevelinghovener CDU, habe ihr unbegründet vorgeworfen, sich bei der Stadt über die Plakat-Aktion beschwert zu haben.

Mit etwa 20 Postern hatte sich die Union für den Bau der Umgehungsstraße L361n stark gemacht. Doch die Plakate mussten auf Anweisung aus dem Rathaus am Montag wieder abgehängt werden, weil sie gegen die vom Rat verabschiedete Wahlkampfverordnung verstoße.

Dass Linke und Freie Bürger die Stadt auf die Spur der CDU gebracht haben sollen, wurde von Sprecher Thomas Bovermann dementiert: "Wir haben uns nicht, wie Holger Leusch behauptet, bei der Verwaltung über die Plakate beschwert", wetterte er. Bovermann forderte den Wevelinghovener auf, sich öffentlich zu entschuldigen.

Der CDU-Mann und ehemalige Fraktionsvize demonstriert vor diesem Hintergrund Gelassenheit: "Wenn dies nicht der Fall sein sollte, entschuldige ich mich natürlich." Holger Leusch ist der Ansicht, dass die Plakate nicht hätten entfernt werden müssen — "weil sie überhaupt nichts mit Wahlkampf zu tun hatten". Er hat jetzt Bürgermeisterin Ursula Kwasny aufgefordert, die Sachlage zu klären.

Um letztlich das "Geheimnis" zu lüften, wer sich im Rathaus beschwert hat: Es waren die Grünen. Das gibt Ratsherr Dieter Dorok offen zu: "Der Rat hat mit den Stimmen der CDU die Wahlkampfverordnung verabschiedet — daran sollte sich die Union auch halten."

(NGZ/rl)