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Grevenbroich: Wintervarieté: Müll ärgert Grevenbroicher

Grevenbroich : Wintervarieté: Müll ärgert Grevenbroicher

Das Wintervarieté war ein Flop – und macht auch jetzt noch von sich reden. Zirkuszelt und Wagen sind verschwunden, doch ein ganzer Berg mit Müllsäcken und Holzplanken verschandeltet danach das Areal der Firma Van der Looy, wo der Zirkus sich niedergelassen hatte. Gestern rückten auf dem Buckaugelände Arbeiter an, um aufzuräumen, den ganzen Unrat zu beseitigen. "Sogar Pferdemist müssten wir einsammeln", sagt Daan Jaanssen, Projektleiter bei Van der Looy, verärgert. "Wir müssen den Müll auf eigene Kosten entfernen – für etwa 2000 bis 3000 Euro. Der größte Teil des Abfalls stammt vom Zirkus."

Ende 2009 war fürs Wintervarieté ein Standort gesucht worden. Van der Looy stellte die Baulandfläche an der Hundthausenstraße bereit. "Wir dachten, das Wintervarieté wird ein schönes Ereignis für viele Grevenbroicher, aber dann kam es anders", so Jaanssen. Die Pannen häuften sich: Die Generalprobe musste verschoben werden. Moderatorin Marijke Amado warf das Handtuch, Künstler reisten ab, aus dem Varieté wurden einige Zirkusvorführungen. Ärgerlich für Van der Looy: "Der Zirkus hatte uns gesagt, dass er Anfang Januar wieder abzieht", so Jaanssen – doch schließlich räumten die großen Zirkus-Sattelschlepper erst im Februar das Feld. Jaanssen hatte danach wegen des Mülls versucht, den Zirkus zu erreichen, aber ohne Erfolg.

Das Wintervarieté war jetzt auch Thema im Stadtrat. "Das Gelände bietet mit dem Müll und den Brettern wirklich kein schönes Bild", sagte Carl Windler (UWG) am Donnerstagabend. Und Stephen Haines (CDU) fragte an, ob der Stadt durchs Wintervarieté ein Schaden entstanden sei.

(NGZ)