Winterkegelturnier in Grevenbroich : „Flotte Mädchen“ und „Schärpe ungetaufter Jonge“ sind die besten Kegler

Das Winterkegelturnier der Keglergemeinschaft 1969 Gustorf-Gindorf war grandios – und das nicht nur, weil zum 50. Mal eingeladen wurde und rekordverdächtige 402 Kegler mitmachten. Vom 25. Januar bis 9. Februar auf den Kegelbahnen verschiedener Gaststätten ausgetragen, fanden jetzt feierliche Preisübergabe und stimmungsvolle Abschlussveranstaltung statt.

Die Könner des Winterkegelns haben Namen: erfolgreichster Kegler war Guido Königs, gefolgt von Dietmar Gansen und Mark Bensch. Die drei erfolgreichsten Keglerinnen heißen Anneliese Lieder, Verena Möcker und Carina Brüggen. Mit 184 Holz hatten sich bei den Herren die „Schärpe ungetaufte Jonge“ von der Konkurrenz abgesetzt, bei den Damen sollten sich die „Flotte Mädchen“ mit 149 Holz an die Spitze kegeln.

Der Vorsitzende der Keglergemeinschaft 1969 Gustorf-Gindorf freute sich nicht nur über seinen 2. Platz, sondern auch darüber, dass das Kegeln in und um Gustorf-Gindorf immer noch Konjunktur hat. „Das liegt wohl auch daran, dass es hier noch genügend Gaststätten mit sehr guten Kegelbahnen gibt“, erklärte der 58-Jährige. Zwar hätten in den 1990er Jahren noch mehr als 500 Keglerinnen und Kegler an den Turnieren teilgenommen, aber die Teilnehmerzahlen seien seit etlichen Jahren stabil. Viele Eltern scheinen die Begeisterung fürs Kegeln an ihre Kinder zu vererben. „Mein Sohn Robin und meine Schwiegertochter haben auch mitgemacht“, erklärte Dietmar Gansen. Auch Guido Königs stammt aus einer Familie, die den Kegelsport liebt. Der 37-jährige Maschinenführer, der aus Gustorf stammt und jetzt in Kaster lebt, beteiligt sich seit 1999 an den Turnieren. Seine Motivation beschreibt er mit vier klaren Wörtern: „Es macht einfach Spaß“. Ehefrau Verena sieht das wohl ähnlich: Sie kam bei der Damen-Einzelwertung auf Platz vier.

Das Turnier hatte 1969 mit 22 Mannschaften begonnen, jetzt waren es 82. Die „Sonntagskegler“ haben als einzige Mannschaft keines der 50 Turniere ausgelassen. Andreas Rodrigo brachte es jetzt auf Platz 16 – auf der Bestenliste steht er aber immer noch auf Platz eins. „Man ist ihm auf den Fersen, die Jugend rückt nach“, sagt Dietmar Gansen. Das ist schlecht für Rodrigo, aber gut für die Zukunft des Winterkegelturniers.

(barni)