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Grevenbroich: Winter-Variete läuft ohne Marijke Amado

Grevenbroich : Winter-Variete läuft ohne Marijke Amado

Vier Mal in dieser Woche hat sich der Vorhang im krisengeschüttelten Winter-Varieté gehoben. Unter der Zeltkuppel kehrt ein wenig Optimismus ein: "Die Nachfrage nach den Eintrittskarten zieht langsam an", erklärt Wolfgang Riehn, einer der vier neuen Organisatoren des Spektakels. Für dieses Wochenende sind zwei Vorstellungen geplant.

Kugel-Artistin Emilia Arata (Supertalent, RTL) und die anderen Akrobaten sind noch an Bord, versichert Riehn. Marijke Amado allerdings ist nicht mehr dabei. "Nach der Premiere hat sich bei mir niemand mehr gemeldet", erklärt die TV-Moderatorin. Die Holländerin steht noch ganz unter den Eindrücken des vergangenen Samstags, als sie ohne Proben und Konzept in die Manege geschickt wurde. "Eine entsetzliche Organisation, unprofessionell", meint Amado: "Das ist mir in 37 Jahren Fernsehunterhaltung noch nicht passiert."

Nach einer kurzen Anmoderation der Premierenfeier verließ die Erfinderin der "Mini-Playback-Show" wieder die Stadt — um dann nichts mehr aus Grevenbroich zu hören. Bis Januar ist sie für die Varieté-Moderation gebucht. Ob sie gegen den Veranstalter vorgehen wird, lässt sie derzeit offen.

Nachdem zum Wochenbeginn die Organisatoren gewechselt haben, hat sich auch Bürgermeisterin Ursula Kwasny in der Manege umgesehen und sich unter die internationale Artisten-Truppe gemischt. "Die Stadt hat jede Unterstützung geleistet, alles weitere ist Angelegenheit des Unternehmens", erklärte sie mit Blick auf verschobene Premieren und ausgefallene Vorführungen.

Das soll laut Wolfgang Riehn nicht mehr passieren: "Wir glauben an die Sache und machen weiter." Am Samstag ist um 19.30 Uhr eine Vorstellung, Sonntag öffnet sich das Zelt um 15 und 18 Uhr. Montag und Heiligabend ist geschlossen, am ersten und zweiten Weihnachtstag hebt sich der Vorhang jeweils um 19.30 Uhr. Geboten wird ein Zwei-Stunden-Programm mit 21 Nummern.

(dhk)