Wildparker sorgen für Ärger am Freizeitpark

Parkplatz-Chaos am Freizeitpark Grevenbroich: Stadt löst Park-Problem an „Bobbolandia“

Besucher des Freizeitparks sorgen für Ärger auf der Viktoriastraße. Weil die häufig zugeparkt wird, häufen sich die Beschwerden im Rathaus. Mit Einweisern, Halteverbots- und Hinweisschildern soll das Problem gelöst werden.

Die Stadt hat das Problem erkannt – und deshalb soll so schnell wie möglich etwas geschehen. „Denn es liegen uns zahlreiche Beschwerden aus Neurath vor“, sagt Rathaussprecher Stephan Renner. Die richten sich gegen Besucher des Kinderparks „Bobbolandia“, die ihre Autos nicht auf dem Parkplatz, sondern auf der Viktoriastraße abstellen. „Sie behindern den Verkehr und versperren Sichtachsen“, schildert Renner. Das könne mitunter zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen.

Willibert Müller weiß das: „Schon seit Jahren beobachte und beklage ich diesen Zustand. Vor allem an den Wochenenden, wenn im Park richtig was los ist, wird links und rechts der Viktoriastraße geparkt“, berichtet der örtliche UWG-Politiker. Begegnungsverkehr sei da kaum möglich. Und in der Kurve kurz vor dem Freizeit-Gelände würden die Autos oftmals so stehen, dass kaum jemand daran vorbeikommt. „Wer mit dem Kinderwagen auf dem Gehweg unterwegs ist, hat Pech gehabt“, ärgert sich Müller. Was er nicht versteht: „,Bobbolandia’ bietet Parkplätze satt und genug – warum wird da noch auf der Straße geparkt?“

Vermutlich, weil viele Besucher, die mit dem Auto kommen, nur die Stellflächen im vorderen Bereich sehen und meinen, dass der gesamte Parkplatz voll ist, meint der städtische Dezernent Claus Ropertz. „Dass es dahinter noch Plätze gibt, ahnen viele wohl nicht.“ Aus diesem Grund hat er am Freitag mit Park-Betreiber Thomas Glisin vereinbart, dass künftig – zu Spitzenzeiten – Einweiser eingesetzt werden sollen. Die sollen Autofahrer auf die freien Plätze lotsen. „Das dürfte zielführend sein“, meint Ropertz.

Eine weitere Maßnahme: An den Gefahrenstellen entlang der Viktoriastraße – also auch in der Kurve – sollen Halteverbotsschilder aufgestellt werden. „Und Kontrollen werden ebenso vorgenommen“, kündigt Stephan Renner an. Darüber hinaus sollen Lösungen gefunden werden, damit Busse künftig nicht mehr die Straße versperren, wenn sie Freizeithungrige nach Neurath bringen. „Das Gesamtpaket dürfte an der Viktoriastraße zu einer spürbaren Entlastung führen“, meint Claus Ropertz.

Park-Chef Thomas Glisin hat Verständnis für den Ärger der Nachbarn. „Aber das Parkverhalten jeden einzelnen Besuchers können wir nicht beeinflussen“, sagt er über Ignoranten und Wildparker. Ebenso sei es mit denen, die sich „lautstark begrüßen oder verabschieden“, wobei zur Reduktion der Geräuschkulisse bereits Schilder hergestellt wurden. „Auf denen bitten wir Autofahrer, nicht laut hupend wegzufahren“, schildert er bereits getroffene Maßnahmen. Dass jetzt Halteverbotsschilder beidseitig der Kurve an der Viktoriastraße platziert werden, „ist richtig und wird sicher helfen“. Auch die Idee eines Parkeinweisers an Tagen mit hoher Besucherfrequenz hält er für „gut“.

Heimliche Hoffnung ist, dass die etwa 500 Parkplätze, die der Freizeitpark vorhält, durch vernünftiges Einparken optimal ausgenutzt werden. „Je nachdem, wie die Autos hier stehen, wird mitunter viel Parkraum verschenkt“, weiß Thomas Glisin aus bisheriger Erfahrung.