Hundefrisbee in Grevenbroich: Wevelinghovener lassen die Hunde springen

Hundefrisbee in Grevenbroich: Wevelinghovener lassen die Hunde springen

Frank und Sandra Funke organisieren die "Disc Dog Challenge", die Anfang April auch Station in der Südstadt machen wird.

Sein Sportsfreund ist schon im Ruhestand. Doch noch immer organisiert Frank Funke jedes Jahr Turniere mit dem Namen "Disc Dog Challenge". Den Sport, bei dem Mensch und Hund zusammen an verschiedenen sportlichen Disziplinen mit einer Frisbeescheibe teilnehmen, hat Funke jahrelang mit seiner Begleiterin Baffy - einem Australian Cattle-Dog - ausgeübt. Nun hat der Wevelinghovener sein Turnier nach acht Jahren wieder in die Heimat geholt: Am 7. und 8. April findet die "Disc Dog Challenge" auf dem Platz des 1. FC Grevenbroich-Süd statt.

Rund 60 Teams, die teils aus den Niederlanden, Belgien oder der Schweiz anreisen, werden dann ihr Können zeigen - denn bei dem Turnier werden auch einige Startplätze für die Dogfrisbee-Weltmeisterschaft in den Niederlanden vergeben. Die Teams aus Mensch und Hund treten in verschiedenen Disziplinen an. In der Kategorie "Toss and Fetch" geht es zum Beispiel darum, innerhalb von 90 Sekunden möglichst viele Punkte zu sammeln. Die bekommt das Team, wenn die Frisbee vom Mensch möglichst weit geworfen wird oder der Hund die Plastikscheibe im Sprung fängt.

Die "Disc Dog Challenge" tourt seit 2013 mit mehreren Terminen durch Deutschland. Funke und seine Frau Sandra haben das initiiert. "Wir haben uns mit Freunden, die wir inzwischen in der Szene haben, zusammengetan", sagt er. Denn alleine wäre der Aufwand zu groß gewesen: Einzelne Turniere habe es zwar schon vorher gegeben, aber eine ganze Turnierreihe, deren Wertungen zusammengezählt werden, das war neu. Bei der Europameisterschaft 2015 in Dormagen, erzählt Funke, mussten 700 Menschen und 600 Hunde betreut werden. Und der ganze Sport sei für die Discdogger nur ein Hobby.

Dass das Turnier nun auch in Grevenbroich Halt macht, freut Funke. "Der Platz des FC Süd ist ideal", sagt Funke. Weil viele Teilnehmer mit Zelt oder Wohnwagen kämen, sei es gut, dass es Möglichkeiten zum Campen und auch zum Spazierengehen gebe.

Rund um das Event wird es auch eine kleine Messe mit mehr als 20 Aussteller geben, die Produkte und Initiativen rund um das Thema Hunde zeigen werden. Zuschauer zahlen keinen Eintritt und keine Parkgebühren. "Wir wollen keinen Gewinn machen, nur unsere Kosten decken", sagt Funke. Geld zahlt das Paar für Miete, Strom und Wasser, für Gema und für die Haftpflichtversicherung. Wer sich noch für das Turnier anmelden will, sollte zumindest etwas Erfahrung mitbringen, sagt Funke. "Man braucht die richtige Frisbee, die nicht splittert. Und man sollte das Werfen so beherrschen, dass man dem Tier nicht schadet." Dazu zählt auch die richtige Übungsfläche: Asphalt oder frisch gepflügte Äcker sollte man vermeiden - die Verletzungsgefahr ist zu groß. Funke selbst beherrscht den Sport seit Jahren. Mit seiner Hündin Baffy hat er an dutzenden Turnieren teilgenommen.

(mre)