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Wettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft“​: Erste Preise für Allrath und Hülchrath

Wettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft“ : Erste Preise für Allrath und Hülchrath

Erstmals seit 20 Jahren ist Hülchrath nicht Kreissieger beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Wie Allrath errang der Ort aber zwei Preise. Auch sechs andere Grevenbroicher Stadtteile gehören zu den Preisträgern.

Kräftig „abgesahnt“ haben Grevenbroicher Stadtteile beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Zwei erste Preise für Hülchrath und Allrath, vier zweite und zwei dritte Preise sowie vier Sonderpreise gingen in die Schlossstadt. Nur der Sieg wurde ganz knapp verpasst: Kreissieger ist Dormagen-Straberg, in der vergangenen Wettbewerbsrunde hatten Hülchrath und Straberg gemeinsam den Kreis auf Landesebene vertreten. Am Montag gab Johannes Nordmann, Vorsitzender der Bewertungskommission, die Entscheidungen bekannt. Einen ersten Preis (900 Euro) erhält auch Jüchen-Wallrath, unter anderem für die vielfälfgen Initiativen von Dorfgemeinschaft und Geselligkeitsverein.

Rund zwei Jahrzehnte lang war Hülchrath ohne Unterbrechung Kreissieger gewesen. „Wir gönnen Euch den Sieg und wünschen Euch auf Landesebene viel Erfolg“, sagte Albert Stromann, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Hülchrath, zu den Vertretern von Straberg, das sich mit einem Punkt Vorsprung gegen Hülchrath und Allrath durchgesetzt hatte. Dass aber auch die beiden enorm viel zu bieten haben, stellten sie bei der Bereisung unter Beweis.

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Die Allrather hatten etwa den neuen Mehrgenerationen-Spielplatz im Ort (unter anderem für den gab es einen Sonderpreis), die begonnene Schaffung eines Versammlungsraums in der Kirche und mehrere Maßnahmen zum Biotop-Schutz präsentiert. Dazu gehört etwa eine Streuobstwiese. Gelbe Bänder zeigen an, wo Bürger sich beim Obst „bedienen“ können. QR-Codes führen zu Infos über die Obstsorten samt Rezepten. „Ein solcher Preis motiviert, ist Anstoß auch für andere Bürger, aktiv mitzumachen“, sagt Cathrin Hassels, Vorsitzende von „Allrath aktiv“. Die 1300 Euro Preisgeld seien „so gut wie ausgegeben – für ein neues Sport- und Fitnessgerät am Mehrgenerationenplatz.

Auch die Dorfgemeinschaft Hülchrath hatte der Jury ein eindrucksvolles Projektprogramm vorgestellt – von der Erneuerung des Giebelkreuzes bis zur Gestaltung der Grünanlage „Am Obspäddsche“. Für die „vorbildliche Behandlung des Jüdischen Friedhofs“ und seine „sensible Einbringung in den Freiraum über das Obspäddsche“ erhielt die Dorfgemeinschaft einen Sonderpreis. Die insgesamt 1300 Euro Preisgeld werden in den Umbau eines ausgedienten Haltestellenhäuschens zur Wanderschutzhütte gesteckt. Zweite Preise (700 Euro) erhielten in Grevenbroich Mühlrath, Münchrath (plus Sonderpreis, 400 Euro, für Engagement in der Jugend- und Kinderarbeit), Gindorf (plus Sonderpreis für die Gestaltung von Lade- und Provinzstraße) und Neurath. Dritte Preise (500 Euro) gingen nach Langwaden und Frimmersdorf.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hätte sich insgesamt mehr Orte als Teilnehmer gewünscht, statt 22 im Jahr 2017 machten diesmal kreisweit nur 15 mit. „Nach der Pandemie muss mancher noch wachgerüttelt werden.“ Grevenbroich konnte er nicht meinen. Mit acht Dörfern stellte die Stadt rund die Hälfte aller Teilnehmer.