1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Wespen attackieren Kinder und Schwangere

Grevenbroich : Wespen attackieren Kinder und Schwangere

Ein aggressives Wespenvolk war am Dienstag gegen 17.40 Uhr Ursache für einen großen Rettungsdiensteinsatz an der Straße Bedburger Hüll in Frimmersdorf. Drei Kinder zwischen zwei und sechs Jahren sowie eine 29-jährige schwangere Frau wurden massiv von etlichen Wespen attackiert, erlitten zahlreiche Stiche.

Der Rhein-Kreis Neuss löste daraufhin MANV 1 (Massenanfall von Notfallverletzten) aus. "Wir haben gleich mehrere Rettungswagen und Notärzte zur Einsatzstelle geschickt, auch der Baby-Notarztwagen rückte aus", berichtet Kreissprecher Harald Vieten.

Nach Informationen der NGZ hatten die Kinder unter einem Baum — wohl in der Nähe des Wespennestes am Boden — gespielt, als ein Vater Schreie hörte, zu der Gruppe lief und sah, wie Dutzende Wespen die Kleinen angriffen. Ein Kind soll acht bis zehn Wespenstiche erlitten haben. "Auch als der Rettungsdienst eintraf, waren die Wespen noch sehr aggressiv", so Vieten. "Die Opfer wurden ins Haus gebracht und dort von den Notärzten versorgt."

Die Feuerwehr sperrte den Bereich ab und rief einen Imker, der die Wespen-Gefahr beseitigen sollte. Der Rettungsdienst brachte die drei Kinder — zwei, dreieinhalb und sechs Jahre alt — und die Frau ins Lukaskrankenhaus in Neuss. Über ihren Gesundheitszustand konnte der Kreissprecher gestern Abend nichts mitteilen. "Wespenstiche können — gerade bei Kindern und Schwangeren — gefährlich sein. Wenn Wespen in den Mund und Rachenraum stechen, kann das zu Atemnot führen", erläutert Vieten. "Liegt eine Allergie vor, können Wespenstiche sogar lebensbedrohlich wirken."

(NGZ)