1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Wasserversorgung der BoA kostet 78 Millionen

Grevenbroich : Wasserversorgung der BoA kostet 78 Millionen

Rund 78 Millionen Euro investierte RWE Power jetzt in eine neue Versorgungsanlage. Sie bereitet ab sofort Wasser für die Kühlkreisläufe der BoA in Neurath und für die Niederaußemer Blöcke auf. Bis zu 15 Millionen Liter reinigt die Anlage pro Stunde – das entspricht etwa 1,5 Millionen Sprudelwasser-Kisten.

Rund 78 Millionen Euro investierte RWE Power jetzt in eine neue Versorgungsanlage. Sie bereitet ab sofort Wasser für die Kühlkreisläufe der BoA in Neurath und für die Niederaußemer Blöcke auf. Bis zu 15 Millionen Liter reinigt die Anlage pro Stunde — das entspricht etwa 1,5 Millionen Sprudelwasser-Kisten.

Bislang wurde das Kühlwasser an unterschiedlichen Orten in drei verschiedenen Schritten aufbereitet. "Das neue System vereint nun mit modernster Technik die Eisen-Entfernung, die Enthärtung und die Filterung", sagt RWE-Sprecherin Laura Hoeboer: "Das ist notwendig, damit das Wasser in den Kraftwerksanlagen keine Verkalkungen verursacht." In einer elfmonatigen Probephase sei der Betrieb der Anlage so optimiert worden, dass eine ideale Reinwasserqualität erzielt werden konnte.

Mit dem Projekt hat RWE Power große Teile der Wasserversorgung neu ausgerichtet. Dafür wurden bereits seit 2008 die Zuleitungsrohre vom Wasserwerk Paffendorf nach Niederaußem und von dort nach Neurath ausgebaut. Durch dieses neu eingerichtete Verbundsystem können die Standorte Niederaußem und BoA 2/3 flexibel und zuverlässig Wasser sowohl aus Frimmersdorf/Neurath als auch aus Niederaußem beziehen. Wie Laura Hoeboer erklärt, wird damit eine optimale Versorgungssicherheit gewährleistet.

"Für diese Maßnahme haben wir rund 78 Millionen Euro in die Hand genommen. Damit stellen wir die Kühlwasserversorgung unserer Anlagen in Niederaußem sowie den BoA-Blöcken in Neurath langfristig auf eine solide Basis", betont Kraftwerksleiter Tilman Bechthold: "Damit ist sichergestellt, dass wir mit dem hier erzeugten Strom weit mehr als sieben Millionen Haushalte versorgen können."

Das genutzte Kühlturmwasser stammt aus dem Tagebau Hambach — das sogenannte Sümpfungswasser wird dort abgepumpt, um den Abbau der Braunkohle zu ermöglichen. Da das Wasser direkt aus dem Erdreich stammt, hat es das ganze Jahr kontinuierlich eine Temperatur von 23 Grad, auch während der kalten Jahreszeit.

Von der gesamten Investitionssumme konnte rund die Hälfte an Unternehmen aus dem Umkreis fließen. "Damit zeigt sich, dass wir als starker Partner der Region mit unseren Auftragsvergaben ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die hier ansässigen Firmen sind", meint Tilman Bechthold.

(NGZ/rl)