Wasserschaden in der Grundschule Neuenhausen soll bis zum Ferienende behoben sein

Grundschule Neuenhausen : Wasserschaden: Zuflucht bei Schützen

Die Kita Sternschnuppe konnte in die Schützenhalle ausweichen, nach dem Wasserschaden in ihren Räumen.

Im Neuenhausener Schützenhaus, wohin die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft für Samstag zur Generalversammlung einlädt, tummelten sich in dieser Woche die Kinder der städtischen Kindertagesstätte Sternschnuppe. Die hatten nach einem Wasserschaden in der Neuenhausener Grundschule Obdach im Schützenhaus gefunden.

Ehe die Einrichtung jetzt in den Sommerferien drei Wochen schließt, wollten das Erzieher-Team und der Förderverein noch einmal Danke sagen. „Wir waren wirklich froh, dass die Schützen uns so schnell und umkompliziert aufgenommen haben“, betont Mario Ferch, Vorsitzender des Fördervereins. Monika Giesbers, Leiterin der Einrichtung, ergänzt: „Der Wasserschaden war für uns eine Havarie. Für die schnelle Hilfe sind wir wirklich dankbar“.

Und so funktionierte die Kita im Schützenhaus: Im Eingangsbereich standen viele kleine Schuhe. Im großen Saal, da wo sonst Versammlungen abgehalten werden, spielten die Kinder unter dem Fensterbild des Heiligen Sebastians und fanden es toll. „Die haben hier richtig viel Platz und können toben“, erzählte Monika Giesbers.

An der Theke wurde natürlich kein Bier gezapft. Dort reichten Tanja Ressler als stellvertretende Leiterin und Tanja Schumacher als Fachkraft, den Kindern Apfelschorlen, Wasser und ein gesundes Frühstück. „Die Theke angrenzend an die offene Küche war praktisch. So konnten wir alles überschauen“, erzählt Tanja Schumacher lachend. Michael Heesch, erster Beigeordneter der Stadt, hatte von dem Wasserschaden erfahren, sich vor Ort ein Bild gemacht und die Einrichtung sofort geschlossen.

Als Notgruppe wurden die Mitarbeiter und die Kinder zunächst im Familienzentrum der Südstadt aufgenommen und zogen dann, nachdem die Drähte zwischen Eltern, Bruderschaft und Stadt Grevenbroich heiß liefen, in das Schützenhaus an der Bruchstraße um. Vorab wurde die Feuerwehr informiert und Versicherungsfragen geklärt. Stadt und Eltern halfen dabei, die Kindermöbel und Spielzeuge zur Schützenhalle zu transportieren. Ein Vorteil ist laut Thomas Hansen vom Förderverein der gute Zustand: „Das Gebäude hat eine andere Nutzung aber die Notausgänge sind vorhanden, der Brandschutz und die Technik stimmen“. Sein Sohn Max (5) sei richtig traurig, wenn die Zeit in der üppigen Schützenhalle vorbei ist.

Am Montag schließt die Einrichtung für drei Wochen. Im August geht’s dann für drei Wochen wieder in die Südstadt, weil der Hausherr dann Schützenfest feiert und der König im Schützenhaus seine Residenz hat. Doch falls die Prognose der Stadt, dass der Schaden nach den Sommerferien behoben ist, nicht aufgeht, stellt die Bruderschaft die Schützenhalle laut Janz „immer wieder gerne zur Verfügung“. Schließlich sind die Kinder, wie Max Hansen-Raymi, die Bruderschaft von morgen.

Die Kita Sternschnuppe ist schon mehr als zwei Jahrzehnte im alten Teil der Grundschule untergebracht und hat einen guten Zulauf. 45 Kinder besuchen die Einrichtung. Die Offene Ganztagsschule ist ebenfalls in der Grundschule untergebracht, konnte aber nach dem Wasserschaden dort bleiben.

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