Grevenbroich: Was jetzt gegen Pollen hilft

Grevenbroich: Was jetzt gegen Pollen hilft

Die Nase läuft, die Augen jucken – über die ersten Frühlingsboten können sich viele Allergiker nicht freuen. Der Frühling wird für Heuschnupfengeplagte in diesem Jahr besonders unangenehm. Die NGZ sagt, was aktuell fliegt.

Die Nase läuft, die Augen jucken — über die ersten Frühlingsboten können sich viele Allergiker nicht freuen. Der Frühling wird für Heuschnupfengeplagte in diesem Jahr besonders unangenehm. Die NGZ sagt, was aktuell fliegt.

Die Pollenallergiker können dem Frühjahr und vielfach auch den Sommermonaten nicht viel abgewinnen. Sie werden von Niesattacken ebenso geplagt wie von laufender oder verstopfter Nase, juckenden, tränenden und verschwollenen Augen. "Heuschnupfen klingt harmlos, ist aber eine durchaus ernstzunehmende Erkrankung", erklärt Dr. Jochen Finn (40) aus Grevenbroich. Der Hals-, Nasen- und Ohrenarzt mit dem Zusatztitel Allergologe weiß über die unerfreulichen Reaktionen auf früh blühende Bäume und Sträucher wie Haselnuss, Erle und Birke Bescheid.

Aber auch Gräser, Kräuter- und Getreidepollen lösen Symptome aus und schränken das Wohlbefinden des Betroffenen erheblich ein. Die Blütenpollen dringen tief in die Atemwege ein und setzen sich dort auf den Schleimhäuten fest. Etwa 16 Prozent der Deutschen leiden deshalb jährlich unter allergischem (Heu-)Schnupfen. Das Krankheitsbild wird nicht selten durch asthmatische Beschwerden, Kopfschmerz und Schlafstörungen ergänzt.

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Für Dr. Jochen Finn steht fest: "Erreicht das Thermometer erstmals die 18-Gard-Marke, dann explodiert der Pollenflug. Wenn's dann noch trocken bleibt, geht's richtig rund." Nach dem langen Winter prognostiziert der Grevenbroicher Arzt ein starkes Birken-Pollen-Jahr. Die jeweilige Betroffenheit macht Finn am Wetter fest: "Bei Dauerregen hat der Allergiker Ruhe, bei Trockenheit und Sonne verstärkt sich sein Leid." Bei zugeschwollener Nase empfiehlt Finn ein verschreibungspflichtiges Cortison-Nasenspray. "Bei leichten Symptomen reicht ein in der Apotheke frei verkäufliches Medikament." Wichtig für ihn: der Inhaltsstoff Cromoglicinsäure. Ein Nasen-Ölspray kann auch helfen: "Das Öl dient dazu, um die Pollen von der Schleimhaut zu trennen."

Für Finn sollte sich jeder Allergiker einem Test unterziehen, um genau zu wissen, auf was er reagiert. "Dann kann man über eine langfristige Therapie wie eine Hyposensibilisierung nachdenken." Was hilft noch? "Abendliches Haarewaschen, damit man die Pollen nicht mit ins Bett nimmt", rät Finn.

"Über aktuellen Pollenflug kann sich jeder im Internet informieren", lenkt Dominik Junk, Meteorologe von "Wetter.net" Wiesbaden, den Blick auf eine Vielzahl der kostenfreien Wetterdienst-Anbieter.

(NGZ)