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Grevenbroich: Was in den Ferien liegen bleibt

Grevenbroich : Was in den Ferien liegen bleibt

Die Grevenbroicher Politiker haben sich in die Sommerpause verabschiedet. Mindestens sechs Wochen lang wird es weder Ausschuss- noch Arbeitskreissitzungen geben. Da bleibt einiges liegen – ein Überblick.

Was wird aus der Erfthalle, wie geht's mit dem Bad weiter und wie wird sich der Haushalt entwickeln? Diese Themen sind erst mal kein Thema. Die Politiker machen Urlaub. Und das bleibt liegen:

Erfthalle Wird sie abgerissen? Diese Frage wollten die Politiker nicht mehr vor dem Urlaub entscheiden. Sie haben das unangenehme Thema auf den 22. September verschoben. Vielleicht gibt es in letzter Minute noch die Rettung: Der Stadt liegt das Angebot eines potenziellen Investors vor. Während der Ferien überprüft die Verwaltung das Konzept und die Finanzkraft des Unternehmers. Und: Angeblich hat sich bei der Bürgermeisterin ein weiterer Interessent gemeldet, der die Halle kaufen und sanieren möchte.

Sportplatz Die Politiker haben eine neue Sportanlage für Frimmersdorf und Neurath in Aussicht gestellt – und ein Versammlungshaus, falls die Erfthalle abgerissen werden soll. Ob daraus was wird, bleibt bis nach den Ferien offen.

Schwimmbad Der Neubau des Schlossbades soll kommen – am alten Standort. Darauf haben sich die großen Fraktionen jetzt hinter verschlossenen Türen verständigt. Es gibt schon ein erstes Konzept, das neben einem Hallen- und Freibad auch eine Sauna vorsieht. Wann es mit dem Bau losgehen wird, steht noch nicht fest. Denn erst nach den Ferien will der Arbeitskreis Bad einen Zeitplan erstellen. Er soll im kommenden Herbst vorliegen.

Hauptwache Die Feuerwache an der Lilienthalstraße hat erhebliche Mängel, sie platzt zudem aus allen Nähten. Eine Sanierung würde bis zu neun Millionen, ein Neubau zwölf Millionen Euro kosten. Ein Problem für die Nothaushalts-Stadt. Über die Lösung – etwa in Form einer öffentlich-privaten Partnerschaft – soll erst nach der Sommerpause diskutiert werden.

Sekundarschule Die Gemeinschaftsschule ist passé, die Steuerungsgruppe hat umsonst an ihrem Konzept gefeilt – und macht jetzt erst einmal Ferien. Wie sich die neue Sekundarschule auf die Grevenbroicher Schullandschaft auswirken wird, bleibt vorerst völlig unklar. Gleich nach der Sommerpause will sich der Schulausschuss aber mit dem Thema beschäftigen. Fest steht schon jetzt: Die neue Schule wird nicht – wie zunächst geplant – 2012/13 an den Start gehen können, sondern erst zum Schuljahr 2013/14.

Haushalt Die Urlaubslaune wird den Politikern spätestens am 22. September vergehen. Dann wird Kämmerin Monika Stirken-Hohmann den Haushaltsentwurf für 2012 vorstellen. Die aktuellen Prognosen aus der Stadtverwaltung klingen nicht gerade vielversprechend: Gestern ging die Kämmerei von einem Defizit von 47 Millionen Euro aus. Dieses Haushaltsloch ist höher als die unlängst noch von der Bürgermeisterin prognostizierte Unterdeckung. Ursula Kwasny ging bislang von 42 Millionen aus.

(NGZ)