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Grevenbroich: Warten auf den Groß-Spielplatz

Grevenbroich : Warten auf den Groß-Spielplatz

Seit Jahren warten Familien im Buckau-Viertel auf den Bau des großen Spielplatzes. Bis Jahresende muss er stehen. Jugendhilfeausschussvorsitzende Heike Troles macht nun Druck: Der Ausschuss habe noch keine Pläne gesehen.

Vor rund sechs Jahren zog Birgit Büssing mit ihrer Familie ins Buckau-Viertel. "Meine Söhne sind jetzt sechs und acht Jahre alt. Wenn der neue Spielplatz endlich da ist, können sie ihn nur noch wenige Jahre nutzen. In manchen Familien sind die Kinder längst aus dem Spielalter heraus", sagt die 40-Jährige verärgert. "Der Platz kommt viel zu spät."

Seit Jahren sind die fehlenden Spielmöglichkeiten im Neubaugebiet nördlich der Lindenstraße für viele ein Ärgernis. Wiederholt forderten Eltern von der Projektentwickler-Firma Van der Looy vernünftige Spielmöglichkeiten, kritisierten defekte Geräte, Schmutz und große Wasserlachen auf dem provisorischen, für ältere Kinder eingerichteten Platz. Und sie warten — immer noch — auf die angekündigte, großzügige Anlage am Rande des Viertels.

Auf rund einem Hektar Fläche soll neben dem neuen Kindergarten "Sonnenland" in einer parkähnliche Landschaft mit Hügeln und Bäumen ein Spielparadies mit zahlreichen Geräten entstehen — für Kleinkinder ebenso wie für 15-Jährige.

Pläne bis 22. Februar?

Doch die Anlage lässt auf sich warten. Die Vertragslage ist klar: "Die Vereinbarung der Stadt mit der Firma Van der Looy sieht den Bau des Platzes bis Ende 2012 vor", erklärt Stadtsprecher Andreas Sterken. Die Kosten übernehme das Unternehmen. Im September habe die Politik die Satzung für den Platz beschlossen. Doch nicht nur viele Eltern, auch Jugendhilfe-Ausschuss-Vorsitzende Heike Troles ist ungeduldig. "Ich wundere mich, dass der Spielplatz noch nicht angelegt wurde.

Der Jugendhilfeausschuss hat noch nicht einmal die Pläne für das Projekt gesehen", erklärt die CDU-Politikerin. "Viele Familien wurden beim Hauskauf mit dem Argument gelockt, dass hier ein familienfreundliches Wohngebiet entsteht. Warum kommt der endgültige Spielplatz dann erst fast zum Schluss der Bauarbeiten", fragt Troles, die Druck machen will: "Die Firma soll die Pläne möglichst am 22. Februar im Ausschuss vorstellen."

Bei dem niederländischen Unternehmen betont Projektentwickler Daan Janssen: "Wir werden den Spielplatz wie vereinbart in diesem Jahr schaffen. Wir wollen nach den Sommerferien mit dem Bau beginnen". Ein Landschaftsarchitekten-Büro hat bereits Pläne erstellt. Die Gesamtkosten beziffert Janssen mit rund 400 000 Euro: "Die Spielgeräte sind teuer." Laut Sterken wurde mit dem Unternehmen eine Liste vereinbart, welche Spielgeräte konkret aufgestellt werden sollen.

Für Heike Troles eine Lehre für die Zukunft: "Bei künftigen Neubaugebieten sollte die Stadt darauf achten, dass für Familien wichtige Einrichtungen wie Spielplätze nicht erst am Ende der Bauarbeiten realisiert werden."

(NGZ/rl)