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Grevenbroich: Wann das nächste Mal Feuer am Himmel glüht

Grevenbroich : Wann das nächste Mal Feuer am Himmel glüht

Es war russischer Weltraumschrott, der Heiligabend einen leuchtenden Lichtstreif an den Himmel zauberte. Auch von Grevenbroich aus war der "Stern von Bethlehem" gut zu sehen, mehr als 30 Sekunden zog der Feuerball seine Bahn, bis dass er am Horizont in mehrere Teile zu zerplatzen schien. Dieter von Montfort, Vorsitzender der Astro-Freunde aus Grevenbroich und Neuss, kündigt bereits das nächste Himmels-Spektakel an. Bald wird es Sternschnuppen regnen.

Für den 64 Jahre alten Neukirchener Hobby-Astronom ist der Winter die schönste Jahreszeit: "Er bietet die tollsten Sternbilder", sagt von Montfort und empfiehlt einen Blick in den Abendhimmel: "Ab 22 Uhr kann man den Orion im Süden mit den superhellen Fixsternen Beteigeuze und Rigel erkennen." Eine Besonderheit: Die drei Gürtelsterne markieren in etwa den Himmelsäquator – und im darunter liegenden "Schwertgehänge" ist in klaren, mondfreien Nächten der Orion-Nebel zu erkennen. "Schon mit kleinen Teleskopen ist er sichtbar", erklärt von Montfort.

Im Südosten folgt der Große Hund mit Sirius, dem hellsten Fixstern. Er funkelt unübersehbar in einem bläulich-weißen Licht. Rigel und Sirius bilden zwei Punkte des sogenannten "Wintersechsecks", zu dem noch die hellen Sterne Prokyon im Kleinen Hund, Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und der rötlich-gelbe Aldebaran im Stier gehören. Ebenfalls ein Hingucker: die Plejaden (Siebengestirn), ein offener Sternhaufen. "Er lässt sich schon durch ein Opernglas sehr gut erkennen", meint von Montfort.

Wer Planeten sehen möchte: Der Jupiter strahlt in der ersten Nachthälfte am Himmel. "Besonders in der Nacht vom 2. auf den 3. Januar lohnt sich ein Blick nach oben. Dann zieht der zunehmende Mond nördlich an dem Riesenplaneten vorbei", sagt von Montfort. Venus ist in der Dämmerung über dem Südwesthorizont zu sehen. Mars und Saturn erscheinen erst nach Mitternacht.

Anfang Januar kann mit einem besonderen Spektakel gerechnet werden: Vom 3. auf den 4. Januar flammen Meteore auf, die Sternschnuppen der Quadrantiden scheinen dem Sternbild Bootes zu entströmen. Bis zu 200 Feuerstreifen könnten pro Stunde aufleuchten. Dieter von Montfort dämpft jedoch zu hohe Erwartungen: "Das sind Durchschnittszahlen der vergangenen Jahrzehnte. Es können auch ein paar weniger sein."

(NGZ)