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NGZ-Spaziergang: Wanderung zu den Eisvögeln

NGZ-Spaziergang : Wanderung zu den Eisvögeln

Grevenbroich hat mehr zu bieten als gigantische Kraftwerke. In den grünen Lunge der Schlossstadt können Spaziergänger viele Tiere beobachten. Mit etwas Glück auch den selten gewordenen Eisvogel.

Einige Steinwürfe von der Innenstadt entfernt erstreckt sich der Bend. Dort finden sich viele Spazierwege, einer der schönsten beginnt am Flutgraben. Gleich hinter der "Spielspinne", einem riesigen Gerät, auf dem Kinder klettern können, führt der Weg in die grüne Lunge Grevenbroichs. Wer die Bahnlinie unterquert hat, stößt schon bald auf die Erft in ihrer natürlichen Form. Der Fluss präsentiert sich dort nicht schnurgerade, sondern noch ganz "urtümlich" — er schlängelt sich mäandrierend durch die Landschaft, an seinen Ufern wächst das Schilf.

Wer hier mit offenen Augen spazieren geht, kann mit etwas Glück den selten gewordenen, strahlend blau gefiederten Eisvogel beobachten, der an einem der Mäanderbögen brütet. Nicht selten macht das Tier mit einem schrillen Pfiff auf sich aufmerksam. Der Weg führt weiter zum Wildfreigehege. Wer an der Schutzhütte rechts abbiegt, stößt bald auf eine Wildschweinrotte mit vielen, noch recht jungen Frischlingen. Vorbei am Wasservogelteich, lohnt sich für Familien vor allem ein Abstecher ins Streichelhege. Auch dort hat sich Nachwuchs eingestellt. Eine Ziegenmutter hütet sogar eine Drillingsgeburt.

Kurz vor der Grillhütte geht ein kleiner Weg rechts ab Richtung Autobahn 540. Dort überquert der Spaziergänger über einen schmalen Pfad einen urig anmutenden See, aus dessen Fluten abgestorbene Bäume ragen. Auch dort können Eisvögel beobachtet werden, Graureiher sowieso — und die eine oder andere Wasserschildkröte räkelt sich faul in der Sonne.

Hinter dem Autobahntunnel sollte der Weg nach rechts eingeschlagen werden, wenig später geht es links ab zur "Kaiserallee" in Richtung Gustorf. Hier lohnt es sich, den Blick nach oben schweifen zu lassen: In den alten Kastanienbäumen haben Greifvögel ihre Horste aufgeschlagen. Und im Unterholz blühen die ersten wilden Orchideen.

Hinter der "Kaiserallee" geht es links ab, wenig später wird die Erft über eine Brücke überquert. Auf dem Rückweg nach Grevenbroich sollten Naturfreunde ihre Augen offen halten: Denn dort kann es passieren, dass in den nächsten Tagen Wildgänse mit ihrem Nachwuchs über den Weg laufen. Ein Kanadagans-Pärchen hat dort ein Nest gebaut und brütet.

Vorbei am Neuenhausener Graben geht es bald wieder zur Mäandererft — dort bietet sich dem Spaziergänger ein malerisches Flussbild mit den für den Niederrhein typischen Kopfweiden. Auch hier lohnt es sich, den Fotoapparat aus der Tasche zu holen.

Kurz darauf passiert der Spaziergänger den Bendsportplatz, der vom TuS Grevenbroich unter anderem für Traningszwecke genutzt wird. Nachdem die Bahnlinie unterquert wurde, ist man schnell wieder am Ausgangspunkt der Wanderung. Wer nach dem Spaziergang Hunger oder Durst verspürt, findet ganz in der Nähe nicht nur einen Biergarten, sondern auch den Stadtstrand "Evita Beach".

(NGZ)