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Grevenbroich: Vorerst keine Kameras gegen Vandalismus

Grevenbroich : Vorerst keine Kameras gegen Vandalismus

In diesem Jahr werden am Pascal-Gymnasium keine Überwachungskameras gegen Vandalismus installiert. Das entschied der Schulausschuss. Die Verwaltung hatte die Kosten errechnet, die viel höher ausfallen als bislang angenommen: Allein der Kauf des Videosystems mit neun Kameras würde mit 22 000 Euro zu Buche schlagen, die Miete mit immerhin 7500 Euro im Jahr.

"Anfangs ging die Verwaltung von rund 11 000 Euro für den Kauf aus", sagte Daniel Rinkert (SPD) — seine Fraktion hatte die Überwachung als Pilotprojekt gefordert, zog diesen Antrag aber jetzt angesichts der Kosten zurück. Der Ausschuss beschloss bei zwei Gegenstimmen der FDP, dass die Verwaltung zunächst die genauen Zahlen über Vandalismusschäden an der Schule auflistet. Danach könnte der Ausschuss Mittel für den Etat im kommenden Jahr beantragen. Die Schäden an allen städtischen Gebäuden beziffert die Verwaltung mit 48 000 Euro im Jahr.

Deutlich wurde im Schulausschuss zudem, dass mehrere Fraktionen gegen die Videoüberwachung am Pascal-Gymnasium Bedenken haben: "Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen", sagte Dirk Gawlinski (Bündnis 90/Die Grünen), und Uwe Schmitz (FDP) erklärte: "Mit Videoüberwachung fängt man keine Vermummten. Das Vandalismus-Problem kann nur durch verstärkte Polizeipräsenz zurückgedrängt werden."

(NGZ)