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Viel zu tun fürs erste Auto-Konzert in Grevenbroich

Drive In-Konzerte in Grevenbroich : Viel zu tun fürs erste Auto-Konzert

Maßband, wasserlösliche Sprühkreide und Handy benötigen Marc Pesch und Dustin Thissen zurzeit. Die beiden bereiten die ersten „Drive In“-Konzerte in Grevenbroich vor. Brings am 20. Mai ist ausverkauft, für Mallorca-Star Mickie Krause (22. Mai), „Höhner (23.) und das Musical Yakari (21.) gibt es noch Karten. „Der Vorverkauf läuft gut, sagt Pesch. Und: „Das ist das Verrückteste, das wir gemacht haben.“

Doch die Zeiten sind eben besonders. Wegen Corona fallen Events aus, doch dann klopfte die Band Brings wegen einer „Drive In“-Konzerttour an. Grevenbroich ist die erste Station vor Dormagen und Niederaußem. „Kinderkrankheiten wollen wir im Vorfeld ausräumen“, sagt Thissen auf dem 13000 Quadratmeter großen RWE-Parkplatz gegenüber dem Kraftwerk Frimmersdorf. „Auf der Wiese neben dem Platz wird die Bühne aufgebaut. rechts und links davon errichten wir zwei 20 Quadratmeter große LED-Leinwände, damit auch Zuschauer an den Seiten die Band gut sehen können“, erklärt Pesch. Die Musik wird über UKW ins Autoradio eingespielt. Kurios: Zwei Kraftwerke stehen in der Nachbarschaft, Stromanschluss hat der Platz aber nicht. Stromaggregate wurden besorgt, RWE stellt Toilettenfahrzeuge bereit, die keinen Wasseranschluss benötigen. „Überhaupt unterstützt uns RWE bei allem, was möglich sagt“, sagt Pesch.

Die 300 Autos (darin erlaubt sind zwei Erwachsene oder eine Familie mit zwei Erwachsenen und bis zu drei Kindern) werden in Doppelreihen vor der Bühne postiert, immer leicht versetzt, um gute Sicht zu gewährleisten. Die Positionen werden markiert. SUV und andere größere Fahrzeuge parken hinten. Die Einweisung erfolgt nicht vor, sondern erst auf dem Platz, um großen Rückstau  auf der Energiestraße zu vermeiden. Eine Bitte: Auch wenn Neuenhausen ein Kilometer entfernt ist, „sollen die Besucher nach dem Konzert ihre Emotionen mit Lichthupe und Blinker, nicht mit der Hupe ausdrücken“, betont Pesch.