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Grevenbroich: Verwaltung prüft Livestream aus dem Rat

Grevenbroich : Verwaltung prüft Livestream aus dem Rat

Nach der Vorstellung der CityApp für Smartphones und Tablets könnte die Stadt Grevenbroich bald den nächsten Schritt in Richtung Neue Medien machen. Dabei geht es um die Übertragung von Ratssitzungen per Livestream im Internet.

Stadtsprecher Andreas Sterken bestätigt, dass sich die Verwaltung damit eingehend beschäftigt. "Im Sommer soll das Thema dann vom Ältestenrat aufgegriffen werden", sagt Sterken. Eine Tendenz, ob ein solcher Livestream eingeführt wird, sei noch nicht auszumachen. Noch müssten die Fragen der Kosten, des Datenschutzes und der technischen Umsetzung geklärt werden. "Wir haben daher Kontakt zu jenen Kommunen aufgenommen, die einen solchen Livestream bereits anbieten", sagt Sterken. Dazu zählt zum Beispiel die Stadt Bonn.

Der Live-Stream ist eine Art Fernsehen über das Internet. Die Bürger könnten die Debatten im Rat folglich bequem vom heimischen Sofa aus verfolgen. Auch in den zum Rhein-Kreis Neuss gehörenden Nachbarkommunen ist das Thema derzeit auf der Tagesordnung: In Neuss soll die Live-Übertragung aus dem Ratssaal noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Auch in Kaarst hat sich die Verwaltung damit beschäftigt — spricht sich aber aus Kostengründen gegen den Sitzungs-Livestream aus. Dort wurden zwei Angebote eingeholt. Die Kosten für die Live-Übertragung der Ratssitzung: 1666 beziehungsweise 833 Euro je Sitzung. Angesichts der Haushaltslage kommt man im Kaarster Rathaus zu einer knappen Bewertung: zu teuer.

Im Grevenbroicher Rat hatte die Fraktion "Die Linke/FBG" im vergangenen Sommer beantragt, die Verwaltung solle die Kosten und Möglichkeiten zur Einführung eines Livestreams von Ratssitzungen prüfen. Die Kosten wurden dabei auf weniger als 5000 Euro geschätzt.

Neu war der Vorstoß jedoch nicht. Die FDP hatte einen ähnlichen Antrag bereits vor knapp drei Jahren gestellt. Damals wurde das Thema verworfen. Dezernent Claus Ropertz hatte seinerzeit im Hauptausschuss auf rechtliche Hürden — wie beim Datenschutz — hingewiesen.

(NGZ/rl)