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Versandhalle in Grevenbroich: Ausstellung geht mit Kund und Gesang in Endspurt

Versandhalle in Grevenbroich : „Reinguck“-Ausstellung geht mit Kunst und Gesang in den Endspurt

Die Aktion „Eine Art Lichtblick“ kommt bei vielen Grevenbroichern gut an. Nun sollen weitere Werke auf der Stadtparkinsel gezeigt werden – und auch Künstler aus den Niederlanden haben sich angemeldet.

Die seit Anfang Februar laufende Wechselausstellung „Eine Art Lichtblick“ kommt offenbar gut bei den Grevenbroichern an. „Wir haben bislang sehr positive Rückmeldungen bekommen“, sagt Gereon Riedel von der Künstlergruppe E1, die das „Guck mal rein“-Event in der Versandhalle auf der Stadtparkinsel organisiert hat. Demnächst kommt sogar ein Sänger aus den Niederlanden vorbei, um die ausgestellten Kunstwerke zu „besingen“.

Das Prinzip ist simpel – und zugleich eine schöne Abwechslung vom Pandemie-Alltag: Im wöchentlichen Rhythmus stellen die Künstler in dem alten Industriegebäude ihre Arbeiten aus, die Besucher können die Werke von außen durch ein Fenster betrachten. „Das ist gut angekommen“, sagt Riedel mit einem Blick auf die ersten vier Wochen. „Wir haben sehr viele Leute beobachten können, die abends vorbeikommen und mal reinschauen.“

Robert Lietzke, Frank Stohanzl, Conny Hellfeier und Birgit Baur haben bereits ihre Beiträge für „Eine Art Lichtblick“ präsentiert. Zurzeit stellt Eldad Schönfeld unter dem Titel „Corona sucks“ (Corona nervt) seine Plakate aus, die an die Pop Art der 60er- und 70er-Jahre erinnern. Parolen wie „Wear your Mask“ (Trage Deine Maske) oder „Stay Positive“ (Bleib Positiv) sind auf den bunten Postern zu lesen, die noch bis Samstag ausgestellt werden.

Danach geht es weiter mit Sylvia Moritz, die unter dem Motto „Singularität Unendlichkeit“ ihren Blick auf ferne Welten richten wird (8. bis 13. März), und mit Geron Riedl, der unter anderem an einem aus Holzscheiten gezimmerten Kreuz arbeitet (15. bis 20. März).

Den Abschluss der ungewöhnlichen Kultur-Aktion wird Ans Joosten aus der Partnergemeinde Peel en Maas bestreiten. Die gewöhnlich auf Skulpturen spezialisierte Künstlerin wird bis zum 28. März hinterm Fenster ihre in Pixel-Grafik erstellten Corona-Tagebücher präsentieren. Und noch ein Gast hat sich aus dem Nachbarland angekündigt: Am späten Nachmittag des 22. März wird der niederländische Sänger Peter Klaasen in der Versandhalle erwartet, um hinter deren Mauern einige zum Ausstellungstitel „20202021“ passende Lieder anzustimmen. Klaasen, der Jurist und in der Kommunalpolitik in Peel en Maas aktiv ist, war bereits 2019 in der Halle – „und begeistert von deren Akustik“, wie Riedel weiß.

Die Kunstwerke können jeweils montags bis samstags betrachtet werden. Dafür wird von 18 bis 21 Uhr das Licht eingeschaltet.