1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Verkehrsverbund schreibt Betrieb der RB 38 neu aus

Grevenbroich : Verkehrsverbund schreibt Betrieb der RB 38 neu aus

Auf der Regionalbahn 38 sollen in drei Jahren neue und größere Züge rollen. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr startet in dieser Woche das europaweite Vergabeverfahren für den Betrieb der RB 38 - allerdings nur auf dem Abschnitt von Düsseldorf bis Bedburg.

Der Grund: Im Nachbarverbund Rhein-Sieg ist bis 2020/21 der Ausbau der übrigen Strecke bis Köln als S-Bahn geplant. Die Fahrgäste müssen künftig in Bedburg also umsteigen, doch der Umsteigezeit soll zwischen Düsseldorf und Bedburg eine kürzere Reisedauer gegenüberstehen: "Die künftig dort eingesetzten Triebwagen werden schneller beschleunigen als die bisherigen", erklärt VRR-Sprecher Johannes Bachteler. Bislang betreibt die Deutsche Bahn die Strecke, an der Ausschreibung - für 15 Jahre ab Ende 2017 - können sich aber auch andere Unternehmen beteiligen. Im VRR-Gebiet fahren etwa Eurobahn, Regiobahn und Abellio. "Linien, die im Wettbewerb stehen, schneiden bei der Qualität - etwa Pünktlichkeit, Sauberkeit und Information - besser ab", stellt Bachteler fest.

Die neuen Dieseltriebzüge sollen eine um 15 Prozent größere Fahrgastkapazität haben, über Klimaanlagen verfügen und - an 76 Zentimeter hohen Bahnsteigen - einen barrerefreien Zugang ermöglichen. Der ist aber nicht überall möglich: In Gustorf fehlt ein solcher Bahnsteig.

Eine Ausweitung des Verkehrsangebotes ist laut Bachteler nicht geplant, "die Ausschreibung sieht das gleiche Volumen an Zugkilometern vor". Grünen-Ratsherr Dieter Dorok freut sich über neue Fahrzeuge, "wichtig sind aber auch Angebotsverbesserungen. So sollten die Züge an Wochenenden bis Düsseldorf durchfahren und nicht bereits in Neuss enden." Laut Bachteler ist das aber nicht geplant: "Auf der Strecke bis Düsseldorf fährt auch die RE 13, ein Parallelverkehr wäre bei der Fahrgastzahl am Wochenende nicht sinnvoll."

(cso-)