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Grevenbroich: Vereine präsentieren Sport aus aller Welt

Grevenbroich : Vereine präsentieren Sport aus aller Welt

Rund 450 Menschen verfolgten die Präsentation der Sportvereine im Sportzentrum Gustorf. Das Spektrum reichte von Capoeira bis Parkour.

Brasilianische Samba-Rhythmen hallen durch die Großsporthalle am Torfstecherweg. Auf der Bühne zu sehen: Zwei Männer in Weiß, die sich zur Musik bwegen. Was nach Hip-Hop zu Trommel-musik aussieht, ist eine Kampfsportart: Capoeira, aus Brasilien stammend, soll nun auch in Grevenbroich bekannter werden. Dazu ging Trainerin Annelie Hupe (29) auf Suche nach Interessenten. Und nicht nur sie: Beim Aktionstag für Grevenbroicher Sportvereine "Wir haben was zu bieten", den der Stadtsportverband organisiert hatte, stellten sich 16 vor. Dabei war die Tribüne gut gefüllt: Rund 450 Zuschauer verfolgten das Programm.

Sie wollten ihre Randsportarten von Ballett bis Prellball vorstellen und damit weitere Mitglieder begeistern. Auf der Bühne wurden am Nachmittag — neben Capoeira — auch Darbietungen in Boxen, Einrad, Tanzen oder Parkour vorgeführt. "Wir wollen zeigen, dass auch in Grevenbroich Randsportarten betrieben werden können — und das mit Erfolg", sagt Heinz-Peter Korte (55), Vorsitzender des Stadtsportverbandes.

Der große Zuspruch ist auch ein Erfolg für Annelie Hupe von der Capoeira-Gruppe: "Wir haben einen kleinen Workshop angeboten. Dank der hohen Resonanz fanden wir gleich viele Interessenten", sagt die 29-Jährige. Hupe ist Capoeira-Trainerin, betreibt den Sport seit rund sechs Jahren. Zusammen mit ihrem brasilianischen Freund Umor Melo de Souza und Heiko Ziemann (38) gründete sie die Gruppe "Grupo uniao na Capoeira" in Grevenbroich. "Nächste Woche beginnen wir zu trainieren", sagt Heiko Ziemann. Um 16.45 Uhr zunächst mit Kindern, um 18 Uhr mit allen Altersklassen. Ein weiterer Termin: Donnerstag, ab 17.30 Uhr in der Turnhalle Grundschule Kapellen, St.-Clemens-Straße 2.

Auch die anderen Vereine sind auf aktiver Mitgliedersuche. "Alle Vereine freuen sich über neue Mitglieder. Man muss keine Sportkanone sein. Der Spaß steht überall im Vordergrund", sagt Heinz-Peter Korte. Und ach er wirbt: "Wer Interesse an einer Sportart hat, sollte einfach beim Training vorbeischauen. Alle freuen sich über neue Mitglieder und jeder wird schnell mit den Regeln vertraut gemacht."

Hannelore Costa interessiert sich auch für eine neue Freizeitaktivität. Deshalb ist sie mit ihren Kindern zum Aktionstag nach Gustorf gekommen. "Gerade Prellball hat mir gut gefallen. Ich habe zwar schon davon gehört, aber die Regeln kannte ich noch nicht. Vielleicht werde ich das Training einmal besuchen", sagt die 42-Jährige.

Ob Prellball oder Capoeira: Wer zu einem Probetraining kommt, muss oft nicht viel mehr als Interesse mitbringen. "Capoeira ist Körperbeherrschung und Taktgefühl, kombiniert mit Musik und Tanz", sagt Annelie Hupe. — "Wir suchen Menschen jeden Alters, die Spaß an Bewegung, Musik und netten Menschen haben. Mitzubringen sind lange Hose und ein Shirt, andere Voraussetzungen braucht man nicht", sagt Heiko Ziemann. Und das sei auch das Tolle an dieser Sportart: "Sie ist Individuell."

(draxl)