Vereine planen für Gartenschau-Jubiläum 2020 in Grevenbroich

Landesgartenschau Grevenbroich wird 25 : Vereine planen für Gartenschau-Jubiläum

Das Silberjubiläum der Landesgartenschau soll im nächsten Jahr über vier Monate gefeiert werden. Viele Vereine sind mit Aktionen dabei. Der Kunstverein Grevenbroich kündigt eine Überraschung an – ein Präsent für den Stadtpark.

Kaum eine Veranstaltung hat die Grevenbroicher Innenstadt so nachhaltig geprägt wie die Landesgartenschau vor 25 Jahren – der damals gestaltete Grüngürtel rund um die Innenstadt ist auch heute noch ein Aushängeschild für die Stadt. Nun soll das Jubiläum gebührend gefeiert werden, zudem wollen mehrere Vereine und andere mit eigenen Aktionen neue Akzente setzen. Die Stadt hatte jetzt Vereine, Bürgerinitiativen und Ehrenamtler zu einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung in den Bernardussaal am Markt eingeladen. Rund 40 Engagierte folgten der Einladung, erste Ideen und vorgeschlagene Aktivitäten wurden in der Kick-off Veranstaltung gebündelt.

Beni Bieber war das Maskottchen der Landesgartenschau. Foto: Stadt Grevenbroich

Die Stadt will diese Beiträge nun „in ein Gesamtkonzept mit eigenen Maßnahmen“ integrieren, wie es im Rathaus heißt. Der Zeitraum für das Jubiläumsprogramm steht bereits fest: von Mai bis August kommenden Jahres. Das Gartenschau-Motto „Die Erde heilen“ von 1995 soll auch bei der Jubiläumsplanung eine tragende Rolle spielen, das Thema ist angesichts der Klimaschutzdebatte hochaktuell.

Seit längerem bereits machen sich Vereine Gedanken, welchen Beitrag sie im Rahmen des besonderen Jubiläums leisten wollen. Die Fraktion „Mein Grevenbroich“ vermisste aber ein Konzept der Stadt und mahnte zur Eile. Im Sommer kündigte Bürgermeister Klaus Krützen an, dass die Stadt das bürgerschaftliche Engagement aufgreifen und koordinieren wolle. „Uns schwebt vor, das Jubiläum über das Frühjahr und den Sommer mit einem abwechslungsreichen Programm zu feiern, das wir gemeinsam mit allen Interessierten entwickeln wollen“, erklärte der Bürgermeister jetzt.

Für die Koordination zuständig ist im Rathaus Heinz Laumann. Er stand bereits vor 25 Jahren als Prokurist der damaligen Landesgartenschau-Gesellschaft an vorderer Front bei dem Projekt.

Zu den vielen Akteuren, die sich engagieren, gehört der Kunstverein Grevenbroich, der jetzt eine Überraschung ankündigt. „Wir haben uns schon viele Gedanken zum Jubiläum gemacht“, erläutert Berthold Hengstermann, stellvertretender Vorsitzender des Kunstvereins. Der Verein habe vorgeschlagen, am „Blitz“ im Stadtpark eine Eröffnungsveranstaltung zu gestalten. „Dabei will der Kunstverein ein größeres Präsent übergeben“, sagt Hengstermann zu den weiteren Plänen. Was, verrät er noch nicht – nur so viel: Es wird sich um etwas Bleibendes für den Stadtpark handeln“. Das Präsent soll küntig in der Nähe der Skulptur „Permanent Lightning“ am Eingang des Parks zu sehen sein.

Der Kunstverein plant aber noch mehr: „Eine Ausstellung im Museum Villa Erckens, für die wir Künstler aus der Region, aus Grevenbroich und Umgebung, ansprechen wollen“, berichtet Berthold Hengstermann. Eine Jury soll aus den eingereichten Werken – von Skulpturen bis zu Bildern – eine Auswahl für die Ausstellung treffen. Das Thema steht noch nicht fest, möglicherweise werde es um das Thema Landesgartenschau und Natur gehen.

Längst bei der Arbeit ist der Fördeverein Stadtpark Grevenbroich mit Johannes Haas als Vorsitzendem. Die überaus rührige Mannschaft will die Stadtpark so weit wie möglich wieder in den Zustand verseztzen, in dem er sich bei der Gartenschau vor einem Vieteljahrhundert befand. Der Startschuss für die Arbeiten fiel beriets im Jahr 2017. Jetzt steht der fünfte Abschnitt an, wieder mit Unterstützung der Landschaftsgärtner Alexander Fonken und Uwe Trippel. Sichtachsen werden geschnitten, zu üppig wuchernder Bewuchs wird entfernt. Dunkle Ecken verschwinden, neue Pflanzen kommen hinzu. Die Devise der mehrjährigen Arbeit: Weniger ist mehr.

Am kommenden Samstagmorgen, 7. September, fällt der Startschuss für ein anderes Projekt, das sich der Verkehrsverein Grevenbroich um Vorsitzenden Walter Flöck auf die Fahnen geschrieben hat. Das Ettl-Rad, Wahrzeichen der Landesgartenschau, soll wieder im früheren Glanz erstrahlen. Das einstige Rot ist stark verblasst, Lack blättert ab, Rost muss entfernt werden. Rund 18.000 Euro kostet das Projekt. Der Verkehrsverein konnte Sponsoren gewinnen, das Land trägt aus dem „Heimat-Scheck“-Programm zur Finanzierung bei. RWE bezahlt die Reinigung des Kunstwerks von Georg Ettl. Das erneuerte Ettl-Rad soll während der Jubiläumsfeierlichkeiten im nächsten Jahr übergeben werden. Übrigens wurde, wie die Stadt betont, auch die Wiedererrichtung der zur Schau von Matthias Hintz aufgestellten „Pappelmänner“ in diesem Jahr durch das Engagement des Verkehrsvereins, des Fördervereins Stadtpark sowie des Fördervereins des Museums Villa Erckens möglich.

Nach der Auftaktveranstaltung sind weitere Treffen vorgesehen, dabei werden Ideen gesammelt sowie mögliche Projekte besprochen. Auch ein Veranstaltungskalender für den Jubiläums-Zeitraum von Mai bis August 2020 ist in Planung.