Grevenbroich: Verdacht auf Blindgänger in Elsen

Grevenbroich: Verdacht auf Blindgänger in Elsen

Bombenfundort wird am 19. März untersucht. Mögliche Entschärfung: 20. März.

Auch mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden in NRW immer noch Bomben gefunden Aktuell wird vermutet, dass in der Ortslage Elsen/Fürth - und zwar auf einem Parkplatz nahe der Straße "Im Buschfeld" - ein Blindgänger liegen könnte. "Eine akute Gefährdung besteht jedoch zurzeit nicht", sagt Rathaussprecher Robert Jordan.

Bei routinemäßigen Luftbildauswertungen haben Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes den Verdacht geäußert, dass hinter der Esso-Tankstelle eine Fliegerbombe liegen könnte. Die Stelle soll am Montag, 19. März, untersucht werden. Sollte sich der Verdacht bestätigen, würde die Entschärfung dann einen Tag später folgen - also am Dienstag, 20. März.

Nicht explodierte Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg stellen immer noch eine erhebliche Gefahr dar. Viele liegen unentdeckt im Boden und werden etwa im Rahmen von Sondierungen für Baustellen oder bei Bauarbeiten gefunden. Die Sprengkörper von Bombenblindgängern sind noch intakt und daher genauso gefährlich wie zu Zeiten des Krieges. Zum Teil werden sie durch die Alterung immer empfindlicher. Zudem können äußere Einflüsse wie Erschütterungen, Lageänderungen oder Temperaturschwanken dazu führen, dass sie explodieren. "Das ist ein Risiko, das nicht unterschätzt werden darf", sagt Robert Jordan.

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Sollte es zu einer Entschärfung kommen, sind davon alle betroffen, die in einem Radius von 1000 Meter um den Fundort leben. Die Stadtverwaltung bittet schon jetzt die Betroffenen darum, vorsorglich ihre Tagesplanung für den 20. März so zu gestalten, dass ein Aufenthalt in den Gebäuden bis in die Abendstunden nicht notwendig ist. Wer dies aufgrund von körperlichen Einschränkungen oder anderen Gründen nicht kann, soll frühzeitig über Transport- und Unterbringungsmöglichkeiten informiert werden. "Aus logistischen Gründen bitten wir gleichwohl zunächst um Eigeninitiative", sagt Robert Jordan.

Für die Entschärfung werden zwei Sicherheitsradien festgelegt. Im ersten müssen Gebäude evakuiert werden, im zweiten gilt luftschutzmäßiges Verhalten. Heißt: Die Bewohner dürften sich zwar in ihren Häusern aufhalten, allerdings nur in den Räumen, die vom Bombenfundort abgewandt liegen. Außerdem sollten sie sich nicht in der Nähe von Fenstern aufhalten. Erst nachdem am 19. März festgestellt wurde, wie groß die Sprengkraft des Blindgängers ist, werden die beiden Sicherheitsradien festgelegt.

"Die Stadt wird in den nächsten Tagen weiter und aktuell informieren", sagt Robert Jordan. Zudem werden am 19. März (von 8 bis 20 Uhr) und am 20. März (ab 8 Uhr) eine Info-Telefonnummer freigeschaltet: 02181 608333.

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