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Grevenbroich: Varieté: Geht's heute los?

Grevenbroich : Varieté: Geht's heute los?

Pleiten, Pech und Pannen begleiteten bisher den Weg des Grevenbroicher Winter-Varietés. Einmal musste die Premiere schon verschoben werden. Doch der Veranstalter versichert: Heute soll die Manege freigegeben werden.

Angeblich war es ein Rohrbruch, der die Manege zehn Zentimeter tief unter Wasser setzte und die Premiere des Winter-Varietés am Mittwoch verhinderte. Ein weiterer Baustein in einer Reihe von Pannen, die sich rund um den Start des Weihnachtszirkus ereigneten. Während viele Grevenbroicher nicht mehr daran glauben, dass an der Lindenstraße jemals eine Vorstellung steigen wird, signalisiert der Veranstalter weiter Optimismus: "Das Varieté stand zwar von Anfang an unter einem dunklen Stern — doch heute geht es definitiv los", versichert Toni Helmus von der Firma APT.

Tatsächlich sieht es hinter der Zeltplane danach aus, dass die Show auf dem Buckau-Gelände steigen könnte. Artisten proben unter der Kuppel, hier und da wird noch letzte Hand an der Dekoration angelegt. "Wir bieten ein 110 Minuten langes Programm mit 21 Acts — darunter Akrobaten, Clowns, Magier und ein Ballett. Das wird sehr spektakulär", verspricht Helmus. Um 19.30 Uhr soll Moderatorin Mareike Amado den Abend eröffnen — und sie soll nicht das einzige bekannte TV-Gesicht sein.

Kurzfristig sei Daniele Domizio verpflichtet worden, heißt es. Der Achtjährige hat es zu ein wenig Prominenz gebracht, er steht derzeit als Michael-Jackson-Imitator im "Supertalent"-Finale. In der gleichen RTL-Show präsentierte sich Artistin Emilia Arata mit einer spektakulären Luftnummer — auch sie soll heute Abend mit von der Partie sein. Ebenso Antoschka, die jahrelang Starclown im Moskauer Staatszirkus war und heute in Korschenbroich-Glehn lebt. "Ich möchte bei dem Projekt in Grevenbroich unbedingt dabei sein", sagt die gefragte Clownfrau. Sie hat dafür eigens ein Engagement in Frankreich abgesagt.

Nach dem Wasserschaden macht die Manege wieder einen sauberen Eindruck, ein neuer Teppich wurde verlegt. "30 Mann haben kurzfristig geholfen, um alles auf Vordermann zu bringen", sagt Toni Helmus. Wie viele Menschen heute auf den Bänken des 800-Personen-Zirkuszelts sitzen werden, ist allerdings noch fraglich. Nirgendwo hängen Plakate aus, es wurde nicht einmal großflächig mit Handzetteln geworben. "Der Drucker hat uns leider im Stich gelassen, seine Maschine ist ausgefallen", schildert Toni Helmus eine weitere Panne.

Das Weihnachts-Varieté soll bis Anfang Januar an der Lindenstraße gastieren. Nach der Premiere ist am morgigen Sonntag eine Matinee um 15 Uhr vorgesehen, zudem gibt es eine Abendvorstellung ab 18 Uhr — falls nichts mehr dazwischen kommt. . .

(NGZ)