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Grevenbroich: UWG sorgt sich weiter um Mammutbaum

Grevenbroich : UWG sorgt sich weiter um Mammutbaum

Der Schutz des 100 Jahre alten Mammutbaums hinter der Schlossmauer erregt weiter die Gemüter bei der UWG. Im Umfeld entsteht ein Wohnhaus. Fraktionschefin Martina Flick (UWG) befürchtet Schaden für den 30 Meter hohen Baum nahe der Zufahrt – etwa durch Baufahrzeuge. "Wir wollen, dass er vorschriftsmäßig geschützt wird, so viele markante Bäume haben wir in der Stadt nicht", erklärt Flick.

Der Schutz des 100 Jahre alten Mammutbaums hinter der Schlossmauer erregt weiter die Gemüter bei der UWG. Im Umfeld entsteht ein Wohnhaus. Fraktionschefin Martina Flick (UWG) befürchtet Schaden für den 30 Meter hohen Baum nahe der Zufahrt — etwa durch Baufahrzeuge. "Wir wollen, dass er vorschriftsmäßig geschützt wird, so viele markante Bäume haben wir in der Stadt nicht", erklärt Flick.

Vor einigen Wochen hatte die UWG Alarm geschlagen, hakte im Rathaus nach, forderte Kontrollen. Bürgermeisterin Ursula Kwasny wurde schließlich deutlich. "Ich kann nicht hinnehmen, dass Sie die Tätigkeit meiner Mitarbeiter derart anzweifeln" — die Verwaltung achte darauf, dass alle notwendigen Maßnahmen ergriffen würden, heißt es in einem Schreiben. "Wir haben lediglich auf die bei Beginn der Arbeiten vorhandenen Mängel hingewiesen", erklärt Flick, verweist auf Fotos. Ein Kritikpunkt: Zu Beginn sei mit schwerem Gerät nahe dem Baum gearbeitet worden, ohne dass er geschützt worden sei. Im Bereich der Kronentraufen sollten möglichst keine Bauarbeiten erfolgen. Und die Einschalung des Stamms sei unzureichend gewesen.

Stefan Pick, Geschäftsführer vom Bauträger Pick-Projekt, betont, dass das Unternehmen am Erhalt überaus interessiert sei. "Der Mammutbaum darf auf keinen Fall beschädigt werden, er ist ein wichtiges Naturdenkmal." Projektleiter Alexander Weiser ergänzt: "Wir haben ein Baumgutachten in Aufrag gegeben und die Maßnahmen mit der Stadt besprochen." Der Baum sei am ersten und zweiten Tag der Baustelleneinrichtung geschützt worden. Der Stamm sei mit einem Rohr mit Kokosschicht sowie Brettern sowie zusätzlich einem Bauzaun umgeben. "Das ist ein Schutz wie mit Gürtel und Hosenträger zusammen", so Weiser. Und im Bereich der Zufahrt sollen, zusätzlich zu den seit Jahren vorhandenen Betonplatten, Stahlplatten und Schotter den Bodendruck für die Wurzeln verringern.

(dhk)