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Grevenbroich: UWG kritisiert neue Pläne für Finanzamt

Grevenbroich : UWG kritisiert neue Pläne für Finanzamt

In das ehemalige Finanzamt an der Bahnstraße soll ein medizinisches Versorgungszentrum einziehen. Der Mediziner Dr. Joachim Treppman plant dort eine Anlaufstelle für Suchtkranke. Ausführliche Gespräche mit der Stadt seien noch zu führen – diese Pläne kritisiert jetzt UWG-Ratsfrau Angelika Teske-Naumann.

In das ehemalige Finanzamt an der Bahnstraße soll ein medizinisches Versorgungszentrum einziehen. Der Mediziner Dr. Joachim Treppman plant dort eine Anlaufstelle für Suchtkranke. Ausführliche Gespräche mit der Stadt seien noch zu führen — diese Pläne kritisiert jetzt UWG-Ratsfrau Angelika Teske-Naumann.

"Die UWG-Fraktion empfindet die nun vorhandene Diskussion für alle Beteiligten — aber auch für den potenziellen Erwerber der Immobilie — als äußerst ärgerlich", sagt Teske-Naumann. Was sie kritisiert: "Wir haben die Verwaltung in der Vergangenheit vielfach auf die städtebaulichen Erfordernisse gerade mit Blick auf die beiden Gebäude hingewiesen, in denen die Finanzämter damals noch untergebracht waren." Die Stadtverwaltung habe sich aber vehement gegen städtebauliche Vorgaben ausgesprochen.

Im Dezember 2009 hatte die UWG gefordert, für die Objekte den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan zu fassen — eine Forderung, die von der Verwaltung, aber auch von CDU und SPD mit dem Hinweis auf das "Integrierte Handlungskonzept" abgelehnt worden sei. Damit sei eine Chance vertan worden. "Schade um das gerade wachsende Engagement von Anwohnern, Handel, Gewerbe, interessierten Bürgern und Politikern, das mit lebhafter Teilnahme an den Workshops zum integrierten Handlungskonzept dokumentiert wurde. Mancher kommt sich veräppelt vor", meint die Ratsfrau. Stadtentwicklung in Grevenbroich bedeute leider oft, dass Zufall und Investorwillen die Umsetzung vorgeben.

Die UWG-Fraktion will nun einige ihrer Anträge wieder auf den Tisch bringen: In der nächsten Ratssitzung will sie erneut eine "gezielte und ganzheitliche Stadtplanung" fordern. Dazu gehört für die Unabhängigen auch die aktuell geführte Diskussion um die optimalen Standorte für den Bauhof und für das Schwimmbad.

(NGZ)