UWG Grevenbroich: Bahnhof in Gustorf muss modernisiert werden

Eisenbahnverkehr in Grevenbroich : UWG: Gustorfer Bahnhof muss modernisiert werden

Die Unabhängige Wählergemeinschaft fordert, dass der Bahnhaltepunkt umgebaut wird. Und das, bevor weitere Bahnhöfe auf Grevenbroicher Stadtgebiet geplant werden. In den vergangenen Jahren erhielt der Bahnhof Gustorf in Stationsberichten stets negative Bewertungen.

Eine gute Note hat Grevenbroich in einer Studie für das Magazin „Der Spiegel“ als Pendlerstadt erhalten – doch die UWG-Fraktion sieht bei der Verkehrsinfrastruktur Handlungsbedarf: „Der Bahnhaltepunkt Gustorf muss endlich saniert werden. Trotz mehrfach gestellter Anträge ist es bislang nicht gelungen, wenigstens kleinere Verbesserungen zu erreichen“, erklärt Fraktionsgeschäftsführer Hubert Rütten. Die UWG beantragt nun für die Ratssitzung am Donnerstag, 24. Januar, dass die Verwaltung erneut Kontakt mit der Deutschen Bahn aufnimmt, um doch zu einer Modernisierung des Bahnhofs zu kommen.

Im 2018 vorgelegten Stationsbericht des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr ist der Gustorfer Bahnhof – wie schon in den beiden Jahren davor – als „nicht akzeptabel“ bewertet worden. Neben Graffiti wurden die Bahnsteige kritisiert. Fahrgäste müssen hoch in die Triebwagen klettern, von Barrierefreiheit kann keine Rede sein. „Da muss man sportliche Übungen vollbringen“, sagt Rütten.

Bemühungen, die Station im Rahmen von Modernisierungsprogrammen auf Vordermann zu bringen, scheiterten bislang. Laut UWG wurden „teilweise keine Anträge im Antragszeitraum gestellt, oder es konnten keine städtischen Mittel zur Verfügung gestellt werden“. 2014 hatte die Stadt einen Zuschussantrag zurücknehmen müssen, weil sie den Eigenanteil nicht aufbringen konnte. Vor zwei Jahren hatte DB Station & Service mitgeteilt, dass derzeit keine Maßnahmen zum barrierefreien Umbau geplant seien.

Die UWG will es dabei nicht bewenden lassen. Für eine attraktive Pendlerstadt sei „eine funktionierende Infrastruktur notwendig, die zum Beispiel in Gustorf nicht gegeben ist“. Bevor neue Haltepunkte im Stadtgebiet geschaffen werden, „sollten zuerst die vorhandenen, aber maroden Einrichtungen ertüchtigt werden“, betonen Hubert Rütten und auch Fraktionschef Carl Windler.

(cso-)